Schule und Erziehung

Brede schickt sechs vielversprechende Projekte ins Rennen

Sehe nden Wettbewerben mit Spannung entgegen (v.l.): MINT-Koordinatorin Birgit Niemann, Judith Fechler, Noah Spiegelberg, Laura Jek, Joshua Schrick, Niklas Ussat, Lena Wolf, Arne Mönks, Hanno Wrenger, Magnus Knipping sowie Jannik Schrick.Brakel, 23.1.2020 Mit insgesamt sechs vielversprechenden Projekten beteiligt sich das Gymnasium Brede in diesem Jahr an den Regionalwettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ im Paderborner Heinz-Nixdorf-Forum, die am 13. Februar ausgetragen werden. „So viele Arbeiten wie in diesem Jahr hatten wir noch nie“, freut sich die MINT-Koordinatorin der Brede, Birgit Niemann, über eine neue schulinterne Bestmarke. Die Bündelschule Brede führt schon seit 2014 das Siegel „MINT-freundliche Schule und ist seit 2017 als MINT-EC-Schule Mitglied im bundesweiten Exzellenz-Netzwerk. Diese Siegel erhalten nur Schulen, die nachweislich einen besonderen Schwerpunkt auf die Bildung und Förderung in Bereich Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik legen.

Im Wettbewerb „Jugend forscht“ gehen Joshua Schrick und Noah Spiegelberg (beide Q1) in der Sparte Physik mit dem Thema „Mechanische Kräfte in elektrischen Kreisen“ ins Rennen. „Ziel unseres Projektes ist es zu zeigen, dass sich durch Krafteinwirkung bei der veränderten Ausdehnung von Dehnungsmessstreifen der Widerstand im Stromkreis verändert und dass über diese Änderung Rückschlusse auf die Masse getroffen werden können“, erläutert Joshua Schrick. Noah Spiegelberg ergänzt: „Nachweisen möchten wir, dass die Masse, die die Messstreifen staucht bzw. streckt, Auswirkungen auf die Größe des Widerstandes hat“. Als Messinstrument haben sich beide mit der Wheatstone’schen Messbrücke vertraut gemacht.

Lena Wolf (Q2) forscht im Bereich Mathematik/Informatik über die „Informationsgewinnung aus ADS-B-Daten von Verkehrsflugzeugen“. Schon im vergangenen Jahr war Lena mit diesem Thema im Wettbewerb „Jugend forscht“ präsent und konnte nachweisen, dass aus frei zugänglichen Daten von Verkehrsflugzeugen Windrichtungen und -stärken in der oberen Troposphäre nachgewiesen werden können. In diesem Jahr wird die angehende Abiturientin Systeme zur Aufbereitung und Analyse der Daten entwickeln, die letztlich Wetteranomalien erklären, die aktuelle Windsituation darstellen oder Flugrouten optimieren können.

Niklas Ussat, ebenfalls Q2-Schüler der Brede, widmet sich in seinen Forschungen im Bereich Technik dem Thema „Wohin fahre ich? – Messen von Gehirnwellen“. In diesem Zusammenhang wird er seine Mess- und Filterapparaturen sowie Vorüberlegungen und Messungen vorstellen. Sein Ziel ist es, einen Fahrradhelm mit einer einem Blinker ähnlichen Richtungsanzeige auszustatten. Signale aus dem menschlichen Gehirn sollen dazu über Elektroenzephalografie – umgangssprachlich als EEG bekannt – ausgelesen und in visuelle Signale umgesetzt werden.

Ebenfalls an den Start begeben sich insgesamt sechs Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Rahmen des Vorläuferwettbewerbs „Schüler experimentieren“. Arne Mönks, Magnus Knipping und Jannik Schrick aus der 8b untersuchen in der Sparte „Technik“ das Thema „Die Suche nach dem stabilsten Beton – Stabilität eines Betonträgers mit alternativen Zweitmaterialien“. Hierbei möchten sie einen Beitrag leisten, die Abhängigkeit vom Stahl zu umgehen, und testen daher Komponenten wie Holz, Carbon oder Glas.

Einem ganz unterrichtspraktischen Thema widmen sich Judith Fechler (9a) und Laura Jek (8c) im Bereich Chemie: Ihr Interesse gilt der Problematik „Kohlendioxid – ein Konzentrationskiller? CO2-Messungen im Schultagesverlauf“. Ausgehend von der Frage, wie der optimale CO2-Gehalt in einem Klassenraum ist, haben die beiden Achtklässlerinnen umfangreiche Messungen, aber auch Befragungen durchgeführt. Die Anschaffung der Messsensorik wurde vom Förderverein der Schule sowie vom Verein Natur und Technik unterstützt.

Hanno Wrenger aus der 8b hat schließlich im Bereich Biologie zu dem Thema „Untersuchung des Wachstumsverhaltens von Keimlingen unter verschiedenen Bedingungen“ geforscht. Dazu hat er Versuche zur Keimung von Mungbohnen, Kresse und Alfalfa durchgeführt und ist über die Veränderung der Bedingungen für die Bewässerung zu seinen Ergebnissen gelangt. Die veränderten Bedingungen hat er über die Umstellung der Bewässerung mit Leitungswasser, destilliertem Wasser und Salzwasser verwendet.

 Text und Foto: Kai Hasenbein

Sie sind hier: Katholische Schulen
Erzbistum Paderborn