Schule und Erziehung

Erasmus+ Projekt "Social Inclusion and Gender Equality"

Um ein Zeichen gegen Intoleranz und Ausgrenzung zu setzen, formierten sich auch an der belgischen Schule die Erasmus+ Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Irland, Belgien und Deutschland gemeinsam mit der Schulgemeinschaft zu einem Regenbogen.Paderborn, 18.11.2019 Vom 09.11. - 15.11. 2019 fand die dritte Begegnung der 30 irischen, belgischen und deutschen Schülerinnen und Schüler statt. Im Fokus stand erneut die Arbeit an dem von der europäischen Union mitfinanzierten Projekt "Social Inclusion and Gender Equality".
Die Wiedersehensfreude bei den Schülerinnen und Schülern war sehr groß, da seit dem ersten Kennenlernen zu Beginn des Jahres in Irland bereits viele Freundschaften entstanden sind, die im Sommer in Deutschland und nun in Belgien weiter vertieft wurden.
Die gemeinsame Woche war demnach von einem vertrauten Umgang miteinander geprägt, durch den die Projektarbeit noch weiter intensiviert werden konnte. Besonders deutlich wurde dies durch die kreative Arbeit an unterschiedlichen Dokumentationsformen der an das Projekt gekoppelten Aktionen und Ergebnisse.
Der 11. November ist in Belgien ein nationaler Feiertag, der das Ende des ersten Weltkriegs im Jahr 1918 markiert. Auf unterschiedliche Art und Weise wird den Opfern des ersten Weltkriegs gedacht. Somit besuchte auch die Erasmus+ Gruppe ehemalige Kriegsschauplätze und Gedenkfeiern (z.B. Last Post in Ypern, Tyne Cot Cemetery in Passendale, Langemark Soldatenfriedhof, irischer Peace Tower in Mesen). Auf eindrucksvolle Weise wurde den Jugendlichen so bewusst, wie wichtig ein friedliches und tolerantes Miteinander ist.
Auch durch den Besuch des jüdischen Viertels in Antwerpen an einem der folgenden Tage, das gemeinsame Essen in einem kosheren Restaurant und das Red Starline Auswanderermuseum wurde allen Beteiligten die Vielfalt individueller Lebenwege und die Konsequenzen von Ausgrenzung und Diskriminierung noch einmal deutlich vor Augen geführt.
Irische, belgische und deutsche Erasmus+ Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Besuch im europäischen Parlament in Brüssel.In Brüssel war der besondere Höhepunkt der Besuch des europäischen Parlaments, bei dem die internationale Gruppe Gelegenheit hatte, mit einem belgischen Vertreter und der irischen EU- Abgeordneten Maria Walsh über aktuelle europäische Themen zu sprechen.Das Wiedersehen mit Maria Walsh war besonders eindrucksvoll. Sie hatte bereits zu Beginn des Jahres am Coláiste Mhuire in Ballygar die "standup week" eingeleitet und ist durch ihr charismatisches und authentisches Auftreten, Wirken und Handeln ein Vorbild für viele junge Menschen und setzt sich für Toleranz und Miteinander ein.
Am letzten Tag der Begegnung wurde als verbindendes Element der drei Schulgemeinschaften aus Irland (Coláiste Mhuire, Ballygar), Belgien (RHIZO Lyceum OLV, Kortrijk) und Deutschland (Gymnasium St. Michael, Paderborn) wieder das Regenbogenfoto gemacht. Dadurch zeigen die Schulen der drei Länder, dass sie trotz ihrer individuellen Profile für "Social Inclusion and Gender Equality" und somit gegen Ausgrenzung und für Vielfalt stehen.
Text / Fotos: V. Renken
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