Schule und Erziehung

Exzellenter Konzertabend für Musikliebhaber

Mit einem großen Applaus bedankten sich die Konzertbesucher am Ende des Abends bei allen Musikern.Bad Driburg, 18.11.2019 Was kann es Schöneres geben, als nach einem anstrengenden Arbeitstag in aller Ruhe hervorragend dargebrachter Musik zu lauschen? So dürften viele beim Besucher des sogenannten „Klassikforums“ gedacht haben, das in der Aula des Gymnasiums St. Xaver stattfand und talentierten Schülern die Möglichkeit bot, ihr musikalisches Können einem großen Publikum zu präsentieren.

Den Anfang dazu machte die Fünftklässlerin Elisa-Marie Kluwe. Sie spielte Frédéric Chopins erste Mazurka – ein anspruchsvolles Klavierstück, das nicht nur die klangliche Ausdruckskraft Chopins, sondern auch das Können der jungen Pianistin unter Beweis stellte.

Bereits im Alter von nur fünf Jahren komponierte Wolfgang Amadeus Mozart das Menuett und Trio in G-Dur für das Klavier. Lena Nahen und Marleen Copik trugen es dagegen in einer Bearbeitung für zwei Klarinetten vor – und das mit Bravour! Auch das darauffolgende Stück wurde im Duett von zwei Schülern präsentiert: Ayline Botta und Elias Peters spielten auf ihren Violinen das Klezmerstück „Yankele“. Anschließend begeisterte Elias Peters das Publikum erneut mit dem zweiten Satz aus der Solosonate Opus 1 in F-Dur von Georg Friedrich Händel.

Mit einem weiteren Stück eines großen Barockkomponisten wurde das Konzert fortgesetzt: Begleitet von Musiklehrer David Feldpausch am Klavier trug Paul Nolte an der Trompete das Stück „Die Liebe“ von Georg Friedrich Telemann mit großer innerer Ruhe vor. Im Anschluss daran präsentierte Marius Ramlow aus der Sonate in F-Dur von Benedetto Marcello drei Sätze mit den Bezeichnungen Largo-Allegro-Largo. Auch bei diesem Werk handelte es sich um ein Arrangement, das ursprünglich für Cello komponiert wurde. Marius spielte es auf der Posaune, was dem Stück viel Wärme verlieh.

Nach diesem Ausflug in die Barockzeit folgte mit Wolfgang Amadeus Mozart ein Beitrag aus der Wiener Klassik: Sophia Mathias, die ebenso wie die vorherigen vier Musiker Schülerin der Jahrgangsstufe 9 ist, begeisterte mit dem Allegro aus dem vierten Divertimento, ein Stück das ursprünglich für zwei Klarinetten und ein Fagott geschrieben und für Flöte arrangiert wurde.

Marian Prib hatte sich ein Klavierstück ausgesucht, mit dem der russische Komponist Sergej Rachmaninoff wohl am meisten assoziiert wird: das Prélude in cis-moll, das Marian dem Stück entsprechend kraft- und zugleich gefühlvoll am Klavier darbot. Im Anschluss wurde das Publikum noch von einem besonderen Beitrag überrascht, der aus der Arbeit im Musikleistungskurs der Jahrgangsstufe 12 erwachsen war: Einige Schüler dieses Kurses trugen unter der tatkräftigen Unterstützung weiterer Musiker zwei Lieder aus der sogenannten „Dreigroschenoper“ von Kurt Weill und Berthold Brecht vor: den „An-Statt-Dass Song“ und den „Kanonensong“. Ihr kritisch-ironischer Unterton war dabei dank der unterhaltsamen Vortragsweise der beiden Sänger Jule Loermann und Friedrich Ströhmer nicht zu überhören.

Nach einer Pause setzte Michael Schilling das Konzert mit dem ersten Satz aus der ersten Sonate Beethovens fort. Dabei beeindruckte, wie unaufgeregt und bescheiden der Siebtklässler auftrat und das Publikum mit seinem brillanten Klavierspiel verzauberte.

Anschließend folgte Elisa-Marie Kluwe mit einem weiteren Beitrag, diesmal allerdings nicht auf dem Klavier, sondern der Geige. Sie hatte ein „Cantabile“ des so genannten „Teufelsgeigers“ Nicolo Paganini vorbereitet, das deutlich romantische Züge trägt und durch seine reizvolle Melodie sehr anmutig wirkte. Begleitet wurde sie dabei von ihrer älteren Schwester Lara-Sophie, die auch den folgenden Beitrag mit ihrem Klavierspiel gekonnt untermalte: Franziska Pollmann spielte den höchst anspruchsvollen zweiten Satz aus dem Konzert für Posaune des russischen Komponisten Rimski-Korsakov und lud damit zum Träumen ein.

Nachdem sie sich bereits als Begleiterin verdient gemacht hatte, war Lara-Sophie Kluwe nun noch einmal als Solistin zu hören: Sie trug die große C-Dur Etüde von Frédéric Chopin vor und begeisterte dabei mit ihrer beeindruckenden Spieltechnik angesichts des hohen Tempos des Klavierstücks.

Den überzeugenden Abschluss des Konzerts bildete ein von Simon Konze vorgetragener Segenswunsch: Er sang „The Lord bless you and keep you“ so schön, dass spätestens hier ein tief empfundenes Glück der Musik gegenüber zum Ausdruck kam, das wohl alle am Konzert beteiligten Schüler miteinander verbindet. Entsprechend sei allen Musiklehrern, insbesondere der Initiatorin des Abends Janina Rüther, für dieses Glück gedankt, das sie ihren Schülern – auch durch die Organisation solch eines Konzerts – zuteilwerden lassen und das die Besucher am Ende des Abends berührt nach Hause gehen ließ.

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