Schule und Erziehung

Tiefgehende Auseinandersetzung

Eine ganze Galaxie zeigte Lea Kapta. Bad Driburg, 17.6.2019 Endlich ist es soweit! Nach einem (Schul-)Jahr intensiver Arbeit haben die 25 Schüler des Projektkurses Kunst der Jahrgangsstufe 11 ihre Werke zum Thema „Körper und Kunst“ am vergangenen Freitag im Rahmen einer großen Ausstellungseröffnung in der Aula des Gymnasiums St. Xaver präsentiert. Dabei führten sie den Besuchern vor Augen, welcher tiefgehenden Auseinandersetzung es zum Erstellen eines Kunstwerks bedarf und wieviel Liebe zum Detail in einem Kunstwerk stecken kann.

So begeisterte Stefanie Neumann mit einem von ihr entworfenen Kleid, das mit über 5000 Pailletten bestickt war. Dabei ist anzumerken, dass die Schülerin jede einzelne Paillette selbst aufgenäht hat – eine Sisyphusarbeit, deren Ergebnis sich mehr als sehen lassen konnte. Damit nicht genug: Auch die zu dem Kleid gehörenden Flügel setzen sich aus unzähligen Federn zusammen, die mühevoll zusammengenäht werden mussten.

Neben solchen „Feinarbeiten“ wurde Kunst aber auch groß gedacht: Lea Kapta zeigte gleich eine ganze Galaxie aus Planeten(-körpern), die an kunstvoll bemalten und mit Scheinwerfern beleuchteten Regenschirmen hingen – eine beeindruckende Inszenierung. Auch Lea Klassen präsentierte eine großformatige Installation, die von einer intensiven Auseinandersetzung zeugte: Sie hatte vier ihrer Lieblingssongs im Rahmen einer Choreografie auf einem riesigen Plakat bildnerisch umgesetzt.

Julia Botta und Katja Schill entführten die Ausstellungsbesucher in Traumwelten: Sie zeigten Körperzeichnungen von Fabelwesen bzw. zauberhaften Städten. Sarah Morgan griff das Thema „Körper und Kunst“ dagegen noch einmal anders auf, indem sie Organe des menschlichen Körpers zu neuen phantastischen Objekten transformierte und diese portraitierte.

Lea Brune inszenierte ebenfalls Körperteile. Allerdings hielt sie diese so fotografisch fest, dass sich eine neue, unbekannte Sichtweise auf sie ergab. Während Florian Lehmann eine Videoinstallation zeigte, mit der er die Ausstellungsbesucher zum Nachdenken anregte, entschied sich Claudio Werschmann für ein ganz anderes Medium: Er bemalte Glaskörper und griff damit auf eine insbesondere in Bad Driburg verbreitete Handwerkskunst zurück.

Daneben wurden aber auch Zeichnungen, Malereien, Plastiken bis hin zu Graffiti gezeigt. Sie alle führten den Besuchern vor Augen, wie vielfältig und intensiv die Auseinandersetzung mit einem Thema in der Kunst sein kann. Daher sei auch all denjenigen, die es nicht zur Ausstellungseröffnung geschafft haben, empfohlen, bis Dienstag, den 18. Juni 2019, diese bemerkenswerte Ausstellung in der Aula zu besuchen und sich von den unterschiedlichen Objekten begeistern zu lassen. Der Eintritt ist frei.

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