Schule und Erziehung

Kommunikation ohne Worte

Die Sozialassistenz-Unterstufe am Edith-Stein-Berufskolleg mit ihrem Gebärdensprachlehrer Alexander Arzberger (r.)Paderborn, 6.3.2019  „Man kann nicht nicht kommunizieren“: 80 % der Kommunikation verläuft non-verbal und Mimik und Gestik werden oft unbewusst eingesetzt. Wie gelingt nun eine gezielte Kommunikation mit Menschen, die sich aufgrund von Behinderungen nicht verbal verständigen können? Wie kann es gelingen, diese Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen oder auch ihre Grundbedürfnisse zu verstehen?

Gerade für Pflege- und Assistenzkräfte ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse dieser Menschen zu verstehen. 19 angehende Sozialassistenten/-innen des Edith-Stein-Berufskollegs haben an zwei Samstagen die Chance genutzt, an dieser Stelle einen für sie neuen Weg der Kommunikation zu erlernen.

Alexander Arzberger führte sie als Referent sehr engagiert und mit viel Begeisterung über das Engagement der Schülerinnen und Schüler in die Gebärdensprache ein. Sehr wissbegierig und sensibilisiert durch die Hörbehinderung ihres Lehrers ließen sie sich mutig mit viel Mimik und Gestik auf die neu vermittelten Gebärden ein.

Dieses neue Unterrichtsangebot konnte mit finanzieller Unterstützung der Osthueshenrich-Stiftung realisiert werden.

Zum Hintergrund

Insbesondere bei Sinnesbehinderungen oder auch Ausfällen im akustischen und visuellen Bereich entstehen massive Kommunikationseinschränkungen oder auch -störungen. Der Mensch mit der eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit kommuniziert, die Bezugsperson versteht die Signale und Ausdrucksmittel aber nicht. Folglich kommt es zu keiner adäquaten Rückkopplung für den Sender. Dieser bleibt unverstanden. Eine Konsequenz wäre dann z.B. eine Verhaltensauffälligkeit oder Verweigerung und damit verbunden wiederum eine unangemessene Reaktion der Umwelt.

Sie sind hier: Katholische Schulen
Erzbistum Paderborn