Schule und Erziehung

Schülerinnen der Q1 besuchen das Schülerlabor in Münster

Schülerinnen des LK Chemie der Q1 zu Gast im Schüler-Labor der Uni MünsterK. Hunold/ F. Jürgensmeier Paderborn, 10.7.2018. Ende Juni fuhr der Chemie-Leistungskurs des Gymnasiums St. Michael in Begleitung von Frau Hunold in das Schülerlabor der Uni Münster. Da im Voraus niemand so genau
wusste, was uns dort erwarten würde, waren alle sehr gespannt auf den Tag. Dort angekommen wurden wir herzlich von Frau Jürgensmeier begrüßt, die den Labortag vorbereitet hatte und uns erst einmal vorstellte, was uns erwarten würde.

Zu unserem Erstaunen war zum einen sehr gut für das leibliche Wohl gesorgt, zum anderen wurde uns erklärt, dass wir uns ein kleines Video anschauen werden und dann dazu eigenständig forschen sollen, ohne Vorgaben, mit eigenen Ideen und Denkansätzen. Natürlich standen wir erst einmal vor einer Herausforderung, als wir einen Werbeslogan für den Geruchsentferner „Febreze“ vorgelegt bekamen und uns dazu Experimente überlegen sollten.

Unsere Betreuer, von denen wir einen Experimentierzyklus bekamen, gaben uns Tipps und halfen uns, sodass wir uns gut in dem Labor zurecht finden konnten.  So konnten wir gut strukturiert unseren selbstkonzipierten Fragestellungen nachgehen. Solche Fragen waren zum Beispiel: „Wie können Gerüche entfernt werden?“ oder „Mit Hilfe von welchen Inhaltsstoffen schafft es „Febreze“ die Gerüche zu entfernen oder werden die Gerüche nur überdeckt?“

Die Schülerinnen hatten Gelegenheit, in selbständig durchgeführten Experimenten neue Erkenntnisse zu gewinnen.K. Hunold/ F. Jürgensmeier Wir alle haben an diesem Tag gelernt, wie viel einfacher es ist in einer Gruppe zusammen zu arbeiten, da jeder Einzelne ganz unterschiedliche Ideen miteinbrachte und ganz viele interessante und auch witzige Experimente entstanden. Besonders viel Spaß hat es gemacht, die zur Verfügung stehenden Mittel im Labor zu nutzen und durch die Ergebnisse der Experimente immer mehr dem Ziel der eigenen Fragestellung näher zu kommen. So haben wir zum Beispiel einmal, nachdem wir ein Reagenzglas etwas zu lang in die Brennerflamme gehalten haben, einen „Popcorngeruch“ wahrgenommen. Letztendlich war dieser Geruch der Auslöser, dass wir durch weiterführende Experimente den molekularen Aufbau des wichtigsten Stoffes in „Febreze“, den sogenannten Cyclodextrinen, beschreiben konnten.

Uns hat der gesamte Tag sehr viel Spaß gemacht, gerade deswegen, weil wir zu eigenständigem Denken angeregt wurden und unser Vorwissen, selbst aus den Jahren in der Mittelstufe, anwenden konnten. Die vielen kleinen Erfolgserlebnisse haben uns gezeigt, dass man für das Nachdenken und Ausprobieren auch belohnt wird und sich die Ausdauer und Geduld beim Experimentieren lohnt. Am Ende des Tages waren alle sehr begeistert und auch ein wenig erschöpft von der intensiven Arbeit. Wir sind auf jeden Fall um einige Erfahrungen reicher geworden und konnten sehr viel Neues dazu lernen.

Vielen Dank an Frau Jürgensmeier und das restliche Team für die tollen Erfahrungen im Labor, die gute Betreuung und die gute Verpflegung! Wir würden gerne wieder kommen!



Text: T. Gladbach, Q1

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