Schule und Erziehung

Fitness in der großen Pause

Für mehr Fitness auf dem Schulhof: Michael Kapke (vorne), Vorsit-zender des Fördervereins, und die Schüler der Marienschule testen die neuen Sportgeräte auf dem Schulhof.Bielefeld. 19. Juli 2017. Nach gut vier Monaten Bauzeit ist er nun fertig: Der neue Sportpark aus Trampolin, Slagline und Calisthenics-Anlage im Schulhof der Marienschule in Schildesche. Jetzt können die Kinder Kraft- und Koordinationstraining an der frischen Luft betreiben. Die Finanzierung stemmt der Förderverein durch Unterstützung von Eltern, Sponsoren und Schülern.

An deutschen Schulen sind die Turnstangen, an der die Großen Aufschwung, Umschwung und Unterschwung übten und die Kleinen sich in Klimmzügen versuchten, längst verschwunden. Diesen Verlust von Möglichkeiten, die Pausen aktiv zu gestalten, beklagen seit Jahren nicht nur die Sportlehrer. An der Marienschule gehört das nun der Vergangenheit an. Mit einer TÜV geprüften Burg aus Barren, Hangelstrecken und Klimmzugstangen hat die Schule in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Freunde der Marienschule einen Bewegungsparcours errichtet, der Eigengewichts- und Spannungsübungen eine neue Bühne verschafft.

„Damit geben wir den Kindern eine Möglichkeit sich in den Pausen mehr zu bewegen. Und nach den Kraftübungen am Parcours brauchen sie auch nicht mehr ins Fitnessstudio“, sagt Michael Kapke, Vorsitzender des Fördervereins. „Calisthenics“ oder „Street Workout“ heißt die Modesportart, die mit Elementen aus Hip Hop, Breakdance und Freerunning, aus den Großstädten der Welt nach OWL schwappt. Und, dass die Bewegung zwischen den Schulstunden besonders wichtig ist, weiß auch Sportlehrerin Anna Malek: „Fitnessrichtungen wie Crossfit oder Freeletics lassen sich optimal an der Anlage umsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können hier über den Schulsport hinaus selbständig trainieren. Denn ein gesunder Geist und ein gesunder Körper gehören zusammen.“

Die Anlage, die auch für den Schulsport genutzt werden soll, hat inklusive Erneuerung des Geländes und Montage auf dem Gelände an der Sieboldstraße knapp 70.000 Euro gekostet. „Diese Summe haben wir zum großen Teil durch Sponsoren bekommen. Und viele Eltern haben ebenso ihren Teil dazu beigetragen. Dafür ein großes Dankeschön“, sagt Kapke. Aber auch die Schüler haben einen Teil der Summe sportlich erarbeitet. Beim Sponsorenlauf der Marienschule Anfang Juni 2017 kamen gut 14.000 Euro in den Topf.

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