Schule und Erziehung

„Abinauten – Wir greifen nach den Sternen!“

103 Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2017 legten am Gymnasium St. Xaver das Abitur ab.Bad Driburg, 10.7.2017 Insgesamt 103 Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums St. Xaver wurden am Freitag, den 7.7.2017, im Rahmen eines Festaktes auf ihre „Lebensreise“ geschickt. Diesen Eindruck konnten diejenigen gewinnen, die den einzelnen Grußworten und Festreden zum bestandenen Abitur genau zuhörten. Dabei spielten viele Redner auf das Motto der diesjährigen Abiturientia „nach den Sternen greifen“ an, wünschten den nun ehemaligen Schülerinnen und Schülern aber auch, bei sich zu bleiben und auf die eigene Stimme zu hören.

Welche guten Ratschläge gibt man jungen Menschen, die sich auf den eigenen Lebensweg begeben? Diese Frage dürften sich zahlreiche Redner in der Vorbereitung ihres Beitrags für die Abiturentlassfeier am Gymnasium St. Xaver gestellt haben und kamen dabei zu vielfältigen Antworten:

Schulseelsorger Maurinus Niedzwetzki wählte für seine Predigt in dem der Entlassfeier vorangestellten Gottesdienst eine Geschichte aus, mit der er den Abiturientinnen und Abiturienten symbolisch viele gute Wünsche mit auf den Weg geben konnte. In dieser Erzählung spielten fünf Bänder eine Rolle, alle Stellvertreter für scheinbare Gegensatzpaare, die sich aber gar nicht ausschließen müssten, wie er aufzeigen konnte. Denn die Schüler sollten immer wissen, dass sie bei sich (und bei Gott) bleiben sollen und Zeit für sich selbst benötigen, gleichzeitig aber auch „herauskommen sollen“, mit anderen Menschen in Kontakt kommen und sich bewegen sollen. Auch befänden sie sich zwischen den beiden Polen „Sieh nach vorn“ und „Halt an“, zwei Aufforderungen, die sie aber beide erfüllen könnten. Hinzutrat noch der Hinweis „Geh weiter, gib dich nicht zufrieden“, um sich weiterentwickeln zu können.

All diese Gedanken legten dann in gewisser Weise den Grundstein für die guten Wünsche und Ratschläge, die in der anschließenden Entlassfeier formuliert wurden. Hier spielte dann auch der Leitgedanke der Abiturientia „Abinauten – wir greifen nach den Sternen“ eine Rolle, denn Schulleiter Dr. Peter Kleine verwies in seinem Grußwort darauf, dass „Absolventen mit dem Abitur alle Türen offen stehen“. Mit einem Verweis auf eine aktuelle Studie wusste er zu berichten, dass Akademiker momentan in eine sichere berufliche Zukunft schauen. Dementsprechend machte er den Abiturientinnen und Abiturienten Mut und formulierte: „Studiert, was ihr wollt!“
Der Pfarrer des Pastoralverbunds Bad Driburg, Hubertus Rath, griff in seiner anschließenden Rede dieses Zitat auf, wendete den Gedanken aber dahingehend, dass er insbesondere die Fähigkeiten der einzelnen Schüler herausstellte und ihnen empfahl, das zu studieren, „was sie wollen.“ Damit rückte für ihn nicht in den Mittelpunkt, dass den Abiturienten alles möglich sei, sondern dass sie sich dabei auch auf sich besinnen und eine gute und zu den eigenen Stärken passende Berufsentscheidung treffen sollten.

Der stellvertretende Bürgermeister von Bad Driburg, Horst Verhoeven, erinnerte ebenso wie die Vertreterin der Jahrgangsstufenpflegschaft, Ulrike Steinwart, an die Kindheit und Jugend der jungen Erwachsenen und betonte dabei auch die Rolle der Freunde und der Familie, die immer Stütze gewesen seien und dies auch in Zukunft bei den vielfältigen neu eingeschlagenen Lebenswegen bleiben würden. Der Schulpflegschaftsvorsitzenden Marion Henneböhl war der Gedanke der „bleibenden Wurzeln“ ebenso wichtig. Sie gäben Halt und das nötige Vertrauen, das jeder im Leben brauche.

Auch der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Matthias Kros, und Schülersprecher Thomas Oelke gratulierten der Abiturientia herzlich und freuten sich mit ihr über das erreichte Ziel. Zum Lachen brachte die Anwesenden die neue Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Driburg, Iris Battenfeld, die eine reife Melone mitbrachte und in ihr symbolisch auch die Reife der Abiturientinnen und Abiturienten sah, die nun neuen Herausforderungen begegnen und diesen sicherlich gewachsen sein würden.

Die beiden Jahrgangsstufensprecher Luisa Bußmann und Max Heising spielten auf humoristische Art und Weise auf ihre vergangene Schulzeit an und ließen entsprechende „Highlights“ noch einmal Revue passieren. Die Jahrgangsstufenleiter Julia Assmuth und Frank Kieseheuer griffen diese Erinnerungen noch einmal auf und begeisterten mit einem von ihnen umgetexteten Song, den sie am Klavier vortrugen. Darüber hinaus formulierten sie, was „ihre“ Jahrgangsstufe insbesondere ausgemacht habe: Teamgeist, der sich insbesondere bei der Erarbeitung größerer Projekte in einzelnen Fächern zeigte. Dieser machte sich auch musikalisch bemerkbar, indem die gesamte Veranstaltung weitestgehend von Musikbeiträgen der Jahrgangsstufe getragen wurde. So verliehen die Abiturientinnen und Abiturienten ihrer eigenen Entlassfeier eine besondere Atmosphäre.

 

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