Schule und Erziehung

Eltern wollen mehr Licht und Ruhe in den Klassenräumen

Fördervereins-Vorsitzender Michael Kapke (links) und die Freunde der Marienschule wollen nach der 6c auch alle anderen Klassen-räume des Schildescher Gymnasiums mit effektivem Schallschutz und Hightech-Licht ausrüsten.Bielefeld. 29. Juli 2016. Neue Technologien, die Arbeit effektiver machen, helfen auch beim Lernen. Expertenwissen wollen jetzt die Freunde der Marienschule in die Praxis umsetzen: Ein erster Klassenraum ist bereits mit innovativem Schallschutz und High-Tech-Licht ausgestattet worden. Weitere sollen in den nächsten Monaten und Jahren folgen.

Im Klassenraum der 6c ist es so ganz anders als in allen anderen des Altbaus des Ursulinen-Gymnasiums in Schildesche: Seit einem Jahr sorgt eine schallschluckende Wandverkleidung für eine wohltuende Ruhe auch wenn es mal etwas turbulenter zugeht. Und die komplette Lichtanlage kann vom Lehrerpult aus gesteuert werden: Das Licht wird heller, wenn die volle Aufmerksamkeit gefragt ist. Oder etwas dunkler, wenn ein schwieriges Thema besprochen sein will. Nebenbei spart die neueste LED-Technik Strom, auch weil sich die Helligkeit der Leuchten den Veränderungen des Tageslichts draußen automatisch anpasst.

Die Idee für den Klassenraum der Zukunft hatte der Vorstand des Fördervereins Freunde der Marienschule. Vorsitzender Michael Kapke, selbst Planer für leistungsfähige Gebäudetechnik, machte mit anderen Eltern den Praxistest möglich. Väter und Mütter brachten die Schallschutzplatten an und installierten die neuen Leuchten. Beim Klassenraum der 6c soll es nicht bleiben. Nach erfolgreichem Langzeit-Test wollen Kapke und sein Team nach und nach auch alle anderen der alten Klassen- und Fachräume des 993 Schüler zählenden Gymnasiums ausrüsten.

Pro Raum kostet die neue Technik einen eben fünfstelligen Betrag, die Umrüstung der ganzen Schule werde rund 500.000 Euro kosten. Das klinge nach viel Geld, sei aber pro Kind und Nutzungstag während der achtjährigen Schulzeit nur ein Betrag von gerade einmal 30 Cent. Kapke: „Wir zählen darauf, dass uns die vielen Tausend Eltern, Ehemalige und Freunde der Marienschule in diesem und auch in den nächsten Jahren bei diesem Mammut-Projekt unterstützen.“ Spenden an den Förderverein könne man von der Steuer absetzen. Die Hightech-Klassenräume der Zukunft sind für ihn kein Luxus: „Was im Neubau von Verwaltungsgebäuden und Kliniken längst Standard ist, sollten wir unseren Kindern nicht länger vorenthalten.“

Porträt: Verein der Freunde der Marienschule der Ursulinen in Bielefeld e.V.

Der Förderverein wurde 1956 gegründet und unterstützt die Marienschule Bielefeld (Schildesche) ideell und materiell. Zweck des Vereins ist die Förderung von Unterricht und Erziehung durch Kauf von Lehr-und Lernmitteln, deren Beschaffung über den ordentlichen Haushalt der Schule nicht möglich ist. Gerade in Zeiten rückläufiger staatlicher Mittelzuwendungen nimmt die Bedeutung einer finanziellen Unterstützung durch Eltern und Ehemalige zu.

Der Förderverein ist in seinen Entscheidungen von der Schule unabhängig. Mitgliederlisten und Kontostände sind der Schulleitung nicht zugänglich. Der Verein ist vom Finanzamt anerkannt und daher berechtigt, für Beiträge und andere Zuwendungen Spendenquittungen auszustellen.

Derzeit gehören dem Förderverein etwa 210 Mitglieder an. Er wird ehrenamtlich von Eltern geführt. Der aktuelle Vorstand setzt sich aus fünf Vertretern der Elternschaft, mindestens ein Vertreter der Schulpflegschaft kommt hinzu. In den Vorstand wurden gewählt: Michael Kapke (Vorsitzender), Thorsten Koch (Schatzmeister) sowie Thomas Heidemann, Iris Mudrack und Ole Weigelt.

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