Schule und Erziehung

Mehr als 100 Breden-Jahre feierlich verabschiedet

Fotozeile: Brigitte Johannmeyer, Schulleiter Matthias Koch, Edith von Boeselager, Pater Johannes Cornides, Ingrid Seemann (v.l.). Foto: Maria Frese Brakel, 13.07.2016 Das Ende des Schuljahres war auch die Zeit des Abschiedes von drei verdienten Lehrerinnen der Schulen der Brede. In einer festlichen Stunde im Kreis des Kollegiums, aber auch am letzten Schultag vor der großen Schulgemeinde bedankte sich Schulleiter Matthias Koch bei Edith von Boeselager, Brigitte Johannmeyer und Ingrid Seemann für ihren jahrzehntelangen Dienst an der Brede. Mit ihnen verlässt nicht nur sehr viel Erfahrung die Schule, die drei Lehrerinnen repräsentieren auch ein Stück Geschichte der Brede. Zudem wurde der Schulseelsorger Pater Johannes Cornides verabschiedet, der nach drei Jahren in seine Heimat Österreich zurückkehrt. 

Edith von Boeselager hat nach dem Abitur in Regensburg und Würzburg die Fächer Englisch und Geographie studiert, bevor sie im Jahre 1981 am Gymnasium Brede eingestellt wurde. Durch ihre betont herzliche Art gewann sie sehr schnell nicht nur die Zuneigung ihrer Schüler, sondern sie war auch eine überaus beliebte Kollegin. Frau von Boeselager war eine Lehrerin, die das „Herz am rechten Fleck hat“, und so auch in schwierigen Situationen immer einen guten Rat wusste. 

Brigitte Johannmeyer unterrichtete nach ihrem Studium der Fächer Englisch und Sport an der Ruhruniversität Bochum zunächst für einige Jahre am Mariengymnasium in Arnsberg, ehe sie im Jahre 1984 an die Brede nach Brakel kam. Pflichtbewusstsein und Gewissenhaftigkeit zeichneten sie während ihrer gesamten Dienstzeit aus. Im Fach Sport setzte sie insbesondere durch die jahrelang von ihr geleiteten Gymnastik-Tanz-Kurse starke Akzente. In unzähligen Vorführungen konnte sich die Schulöffentlichkeit von der kreativen und beharrlichen Art überzeugen, mit der Frau Johannmeyer die Kurse leitete. 

Auf die längste Zeit an der Brede kann Ingrid Seemann zurückblicken, da sie nach dem Studium der Fächer Französisch und Geschichte, das sie unter anderem auch für ein Jahr in unser Nachbarland nach Poitiers geführt hat, bereits im Jahre 1979 als Lehrerin nach Brakel an die Brede kam. Insbesondere in ihrem Geschichtsunterricht war es ihr ein Anliegen, auch aktuelle gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Geradezu legendär war ihre Beschäftigung mit gesunder Ernährung und Yoga. Diesen Erfahrungsschatz wollte sie gerne auch an ihre Schüler weitergeben.

Eine neue Station seines Lebensweges tritt auch Pater Johannes Cornides an: Vor drei Jahren stand, nachdem Franz-Josef Hövelborn seine Tätigkeit als Schulseelsorger an den Schulen der Brede beendet hatte, völlig überraschend ein junger Priester quasi „vor der Türe“, um diesen Dienst zu übernehmen. Pater Johannes, Mitglied des Ordens der Seligpreisungen, hat in den letzten drei Jahren auf seine ganz eigene und ruhige Art diese Arbeit mit Leben gefüllt. Nun verlässt er die Brede, um in seine alte Heimat nach Österreich zu gehen. Dompropst Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, verabschiedete Pater Johannes während des Kollegiumsabends am vorletzten Schultag. Für die Schulen der Brede fasste Schulleiter Matthias Koch den Dank zusammen: „Immer kam seine Botschaft aus der Mitte seiner Persönlichkeit, er stand mit seiner ganzen Person für das ein, was er sagte. Dadurch gewann Pater Johannes gerade für die jungen Leute ein sehr hohes Maß an Authentizität und Glaubwürdigkeit. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen alles Gute für seine Zukunft und Gottes Segen.“ 

Mit herzlichem Applaus bedankte sich die Schulgemeinde bei Pater Johannes für seine Tätigkeit sowie bei den drei Lehrerinnen für ihr jahrzehntelanges Engagement zum Wohle der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Schülervertretung, Lehrerrat und Schulleitung wünschten allen für den nun beginnenden Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.

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