Schule und Erziehung

1000 Euro für Projekte in Rumänien und Bolivien gespendet

Unser Foto zeigt (v.l.): Hubertus Roland, die Abiturienten Ruben Fritsche, Amelie Naaff und Marie Heidasch sowie Schwester M. Johanna Schröckseis während der Spendenübergabe am letzten Schultag vor den Sommerferien auf dem Schulhof der Schulen der Brede.Brakel, 13.07.2016 Inzwischen ist es eine gute Tradition, dass die Kollekte aus dem Abschlussgottesdienst des Berufskollegs und des Gymnasiums Brede zu gleichen Teilen für zwei Projekte gespendet wird: Seit vielen Jahren werden dabei die Projekte von Schwester Karoline in Bolivien sowie der Kindergarten der Armen Schulschwestern in Rumänien unterstützt. In diesem Jahr konnten die Absolventen jeweils 500 € an Schwester M. Johanna Schröckseis für Rumänien und an Herrn Roland für Bolivien übergeben.

Nach Aussage von Schwester Karoline ist der Bedarf bei der Unterstützung des Internates Musuj K´anchay (Neues Licht) in Bella Vista (Bolivien) zurzeit am größten. Hier geht es darum, den Lebensunterhalt von jungen Leuten zu finanzieren, damit sie eine Ausbildung machen können. Sie kommen fast alle ausschließlich vom Land und dort gibt es keine Ausbildungsmöglichkeit. Tägliche Fahrten vom Wohnort zur Berufsschule sind nicht möglich. In der Berufsschule Sayarinapaj werden rund 300 junge Menschen in den Berufen Schreiner, Mechaniker, Industrieelektriker, Landwirt, Kindergärtner, Erzieher und Gastronom ausgebildet. Im Internat Musuj K´anchay wohnen 50 Schüler der Berufsschule, die aus weit abgelegenen Provinzen Boliviens kommen und keine andere Chance auf eine Ausbildung haben. Dank großzügiger Spenden wird diesen jungen Menschen ihr Traum ermöglicht, eine gute Ausbildung zu erhalten und für ihre Familien sorgen zu können.

Hubertus Roland hält seit vielen Jahren Kontakt zu Schwester Karoline: „Durch diese mehr als 10jährige Unterstützung der Absolventen konnten jungen Menschen aus dem Armenvierteln von Santiago de Chile und Bella Vista (Bolivien) eine Ausbildung in der Landwirtschaft und in der Krankenpflege ermöglicht werden. Ohne diese Hilfe hätten diese Jugendliche keine Chance gehabt einen Beruf zu ergreifen, um aus dem Teufelskreis der Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit herauszukommen. Sie können ihren Lebensunterhalt jetzt selbst erarbeiten und verdienen. Mit der jetzigen Spende wird der Aufenthalt von Landwirtschaftsschülern im Internat der Berufsschule in Bella Vista ermöglicht. Ich darf im Namen dieser jungen Menschen und von Schwester Karoline ein ganz herzliches Danke übermitteln.“

Die zweite Hälfte der Spende hilft Kindern in Rumänien: Der Notre-Dame-Kindergarten in Temeswar wurde 2002/2003 mit Hilfe von Spenden aus Deutschland und Renovabis von den Armen Schulschwestern erbaut und im Oktober 2003 eröffnet. Private Kindergärten erhalten in Rumänien noch keine staatlichen Zuschüsse. Neben den Beiträgen der Eltern wird der Kindergarten deshalb durch Spenden v.a. aus Deutschland finanziert. Mit dem Geld helfen wir v.a. Kindern aus armen Familien, die das Kindergartengeld und das Geld für das Mittagessen nicht oder nur zum Teil bezahlen können. Wie Schwester Alvera uns im Namen des Kindergartenteams schrieb, sei dieser Kindergarten, der offen für Kinder aller Religionen ist, ein sehr wichtiges Anliegen, da die Kinder so schon sehr früh gefördert werden können.

Text: Schwester Maria-Theresia Knippschild
Foto: Kai Hasenbein

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