Schule und Erziehung

"Abiläum!"

Die diesjährigen Abiturienten des Gymnasiums St. Xaver freuen sich über ihren Erfolg. Bad Driburg, 24.6.2016 Am 17. Juni 2016 war es endlich so weit: Nach einer Zeit des Lernens und der Prüfungen erhielten 107 Schüler des Gymnasiums St. Xaver ihr Abiturzeugnis - ein weiteres herausragendes Ereignis im Jubiläumsjahr der Schule. Die Besonderheit dieses Tages kam auch in einem feierlichen Gottesdienst und musikalischen Beiträgen der Abiturienten zum Ausdruck.

"Wir hätten euch gern bei uns behalten", gestand Schulleiter Dr. Peter Kleine zu Beginn seines Grußwortes mit Bedauern ein. Gleichzeitig stellte er in seiner weiteren Rede einen Gedanken heraus, den auch die folgenden Redner aufgriffen: das Leben muss eigenverantwortlich gestaltet werden und dafür muss ein Schritt gemacht werden, der den Zurückbleibenden oft schmerzvoller erscheinen dürfte als den Abiturienten: der Schritt aus Schule und Elternhaus heraus in ein neues, eigenes und selbstverantwortliches Leben.

So erinnerte Pfarrer Hubertus Rath in seinem Grußwort an die biblische Figur Abraham im Alten Testament, der aus seinem Vaterhaus in die Fremde zieht, dabei sich aber von Gott getragen weiß und das Neue daher nicht als bedrohlich empfindet. Er riet den Abiturienten, sich mit Gottvertrauen auf den zukünftigen Lebensweg zu begeben.

Die Feier begann mit einer feierlichen Messe in der Schulkirche. Ergänzend merkte die stellvertretende Bürgermeisterin Bad Driburgs Christa Heinemann an, dass die Schüler bei allem Neuen allerdings nicht ihre Ursprünge vergessen, sondern ihrer Heimat innerlich verbunden bleiben sollten. Der Vertreter der Jahrgangsstufenpflegschaft und Vorsitzende des Fördervereins Dr. Matthias Kros, selbst ehemaliger Xaverianer, führte diesen Gedanken weiter, indem er auf den besonderen Geist des Gymnasiums verwies, der sich seiner Ansicht nach in Charaktereigenschaften wie Toleranz und Unangepasstheit zeige.

Auch Claudius Hildmann, Vertreter des Erzbistums Paderborn, hoffte, dass die Schüler von ihrer Schulzeit mehr als die äußeren Erfolge in Erinnerung behalten werden. Vielmehr stand in seiner Rede die Frage danach im Vordergrund, inwieweit Schule eine umfassende Bildung für "Kopf und Herz" vermittelt habe. In diesem Sinne wünschte die stellvertretende Vorsitzende der Elternpflegschaft Marion Hennebühl den Schülern, dass sie ihr zukünftiges Leben mit innerer Begeisterung und Anteilnahme führen mögen.

Mit einem Verweis auf das Jubliäum der Schule erinnerte der stellvertretende Schülersprecher Jan-Wilhelm Lütkemeier die Abiturienten daran, dass sie nun Teil der (Schul-)Geschichte seien und dem Jubiläumsmotto entsprechend - "100 Jahre St. Xaver - heute, gestern, morgen" - die Zukunft aktiv mitgestalten sollten. Die Jahrgangsstufensprecher Katharina Schicktanz und Tjark Meyer führten ihren Mitschülern im Anschluss vor Augen, dass dies aber jedem Einzelnen auch mehr Eigenverantwortung abverlange. Die besten Wünsche für dieses Lebensprojekt gaben die Jahrgangsstufenleiter Dorthe Schmallenbach und Marius Müller "ihren" Schülern mit auf den Weg: In einem Rap machten sie deutlich, was die Schüler für sie seien, nämlich Helden und machten ihnen damit Mut für alle zukünftigen Herausforderungen.

 

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