Schule und Erziehung

Schüler besichtigen den Hohen Dom zu Paderborn

Die Auszubildenden des Kolping Berufsbildungswerks Brakel besichtigen den Dachstuhl des Paderborner Domes.Paderborn, 19.4.2016 Als Dankeschön für seine Einladung im Kolping Berufsbildungswerk Brakel anlässlich des Joseftages lud Dompropst Joachim Göbel die Auszubildenden des ersten und zweiten Lehrjahres zu einer Dombesichtigung ein. Der Fokus der Besichtigung lag vor allem auf den Sanierungsarbeiten, die seit 2012 am Dom stattfinden. "Man muss großen Respekt vor euren Kollegen bekunden, die im 13. Jahrhundert 50 Jahre lang ohne Strom und heutiges Werkzeug am Dom gebaut haben", erklärte Göbel den angehenden Ausbaufachwerkern zum Auftakt der Veranstaltung.

Anschließend führte Björn Kastrop, der als Mitarbeiter des Bauamtes im Erzbischöflichen Generalvikariat die Baumaßnahme betreut, die Auszubildenden durch das Gebäude. Dabei beeindruckte er nicht nur mit architektonischem Wissen, sondern führte auch historische Zusammenhänge auf. Außerdem veranschaulichte Kastrop komplizierte physikalische Prozesse mithilfe von Alltagsvergleichen. "Wir dämmen das Dach, damit die Wärme nicht entweicht. Man kennt es im Alltag, dass Badezimmerspiegel beschlagen, wenn sie kalt sind. Genauso ist das im Dom. Der Ruß der Kerzen steigt nach oben. Ohne Dämmung setzt er sich am Gewölbe ab", schilderte er den Schülern bei der Besichtigung des Dachstuhls.

Ganz besonders freuten sich die Jugendlichen über die Turmbesichtigung. Für den unerschrockenen Aufstieg in ca. 80 Metern Höhe wurden sie mit einer fantastischen Aussicht über Paderborn belohnt. Abschließend wurden die Bauarbeiten an der Fassade begutachtet und ein kurzer Ausblick auf das nächste Projekt gegeben. "Das Dach der Kaiserpfalz wird als nächstes gemacht. Das ist ein Blechdach und Blei ist nicht beständig. Daher muss es erneuert werden.", erklärte Kastrop.

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