Schule und Erziehung

Begegnungsnachmittag mit der Flüchtlingsgruppe St. Michael

Flüchtlinge erzählten bei einem Begegnungsnachmittag in den Schulen St. Michael die Erlebnisse ihrer Flucht. Paderborn, 7.4.2016 In der Osterzeit fand der zweite Begegnungsnachmittag, seit Beginn der Flüchtlingsarbeit, mit der Flüchtlingsgruppe der Schulen St. Michael statt. In der Cafeteria kamen wieder gern die Flüchtlinge, die seit Oktober regelmäßig zweimal in der Woche einen Sprachkurs in St. Michael besuchen, ihre Familien, viele Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, der von der Schulseelsorge, einem Lehrerteam beider Schulen und der Politik-AG koordiniert wird, zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Flüchtlinge aus dem Irak, Aghanistan, Syrien, Armenien und Asabaidschan erzählten bei mitgebrachten und selbst zubereiteten, leckeren Speisen aus ihrem Land die persönliche Geschichte ihrer Flucht. Dies konnten sie schon sehr gut in der deutschen Sprache, die sie in den letzten Wochen bei der pensionierten ehrenamtlichen Lehrerin Marianne Beine-Funke im St. Michael-Sprachkurs gelernt hatten.

Die Kinder wurden derweil gut von den Schülerinnen und Schülern, u.a. aus der Politik-AG, betreut. Als schönes Zeichen der Gastfreundschaft bekam am Ende jede Frau und jedes Mädchen eine Rose überreicht. Aufgrund dieser guten Erfahrung wird bis zum Sommer nun einmal im Monat ein Begegnungsnachmittag mit und für die Flüchtlinge stattfinden, der auch helfen soll, mehr in Kontakt und in die Sprachübung zu kommen. Auch der bewährte Verkauf von gespendetem Kuchen geht nach der Osterferien bis zum Sommer weiter. Die Klasse R5a von Frau Stiegemann und Herrn Beyer startete gleich damit am 1. Dienstag im April und nahm in der großen Pause gleich über 90 Euro ein. Damit kann die Flüchtlingsarbeit an den Schulen St. Michael gut weitergehen.

Im Mittelpunkt der Arbeit in den kommenden Wochen steht die Unterstützung einer Familie aus dem Irak, der eine Wohnung über Kontakte aus der Schulgemeinde vermittelt werden konnte. Die Familie aus dem Irak freut sich: "Danke, Ihr seid jetzt unsere Familie hier in Deutschland!"

Text/ Fotos: Bettina Schmidt (Gemeindereferentin)

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