Schule und Erziehung

Ruhrgebiets-Giganten im Schülertest

Schulleiter Christoph Weishaupt begrüßt die Teilnehmer der Initiative business@school.Dortmund, 27.1.2016 Bilanzen, Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, Stärken-Schwächen-Profile: Wie funktionieren eigentlich Unternehmen und wo liegen die Gefahren und Chancen von morgen? Diese Fragen standen für Schülerinnen und Schüler des Mallinckrodt-Gymnasiums Dortmund in den vergangenen zwei Wochen auf dem Stundenplan.

Im Rahmen der Gesprächsreihe "Dialogs mit der Jugend" nahmen 40 Jugendliche vier Topunternehmen des Initiativkreises Ruhr unter die Lupe: E.ON SE, Evonik Industries AG, Flughafen Düsseldorf GmbH und thyssenkrupp Steel Europe AG. Die Ergebnisse präsentierten die Schüler in fünf Teams einer namhaften Wirtschaftsjury, die aus Managern der analysierten Unternehmen bestand.

Die Juroren zeigten sich von den Unternehmensanalysen der Elft- und Zwölftklässler und deren Empfehlungen für die künftige Entwicklung der Unternehmen beeindruckt. Nach der Vorstellung der Jugendlichen sollte beispielsweise thyssenkrupp Steel sich auf innovative Stahlsorten fokussieren und sich klar gegen die Konkurrenz aus China abgrenzen. Evonik erhielt den Rat, im Ausland mehr Mitarbeiter einzustellen; E.ON wiederum sollte den Energieumbau langsamer angehen und nicht ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen. Dem Flughafen Düsseldorf schließlich empfahlen die Schüler, sein Marktpotenzial auszubauen, sich von Billigfliegern und Luftpost zu trennen und sich mehr auf Langstreckenflüge zu konzentrieren. Das Schülerteam hält es auch für erfolgversprechend, intensiver auf veränderte Erwartungshaltungen der Fluggäste einzugehen. etwa durch Schaffung von mehr Privatsphäre für Businessreisende, die in den Wartezeiten ungestört arbeiten möchten, oder stärkeren Eventcharakter für Privatleute, beispielsweise durch ein Schwimmbad im Flughafen.

Für Jurymitglied Dr. Andreas Maurer, Senior Partner and Managing Director bei BCG, werden Initiativen wie business@school und der "Dialog mit der Jugend" für die schulische Bildung in Deutschland zukünftig noch an Bedeutung gewinnen: "Unsere Initiativen bieten erste Lösungsansätze: Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Schule und geben Schülern und Lehrern die Möglichkeit, sich auszutauschen, neue – auch digitale – Lehrformen auszuprobieren und im Gespräch mit Unternehmen neue Perspektiven zu gewinnen."

Unterstützung erhielt Maurer von Schulleiter OStD Christoph Weishaupt. Dieser betonte in seiner Begrüßungsansprache unter anderem, dass neuartige Lernformen, wie z. B. Lernen anhand von Fallstudien – was Methodik und Didaktik anbelange – schon heute an zahlreichen ausländischen Universitäten und Business Schools eingesetzt und auch bei uns für die Zukunft des Lernens an Schulen und Hochschulen prägend sein werden. Die business@school-Fallstudie habe den Schülern die Möglichkeit gegeben, sich mit dieser zukunftsweisenden Lernmethode vertraut zu machen.

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