Schule und Erziehung

St.-Ursula-Gymnasium als MINT-freundliche Schule zertifiziert

v.l.n.r. Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender von „MINT Zukunft schaffen“, Hildegard Stegmaier und Schulleiter Markus Ratajski vom St.-Ursula-Gymnasium, Thomas Michel, Geschäftsführer der DLGIAttendorn, 23.2.2016 Für seine Schwerpunktsetzung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wurde in der vergangenen Woche das St.-Ursula-Gymnasium Attendorn im Rahmen der Bildungsgmesse didacta in Köln als „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Die Auszeichnung der Schule, die von Schulleiter Markus Ratajski und Hildegard Stegmaier, der Koordinatorin des naturwissenschaftlichen Bereichs i.R., entgegengenommen wurde, steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“ betont: „Die ganze Schulgemeinschaft, ihre Lehrkräfte, Eltern, Schüler und Partnerunternehmen sind Herzstück vor dem Hintergrund, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu gewinnen, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Und hier werden wir auch mit allen Kräften schnellstens breitflächig an Bildungslösungen für unsere Flüchtlinge mitarbeiten. Heute jedoch freuen wir uns zunächst, dass nunmehr bereits knapp 1.100 Schulen in Deutschland den ‚MINT-Weg’ aktiv als ‚MINT-freundliche Schule’ gehen.“

Neben dem demographischen Wandel, der bei Gründung der Initiative 2008 noch als drängendste Herausforderung gesehen wurde, und der digitalen Revolution verweist Sattelberg besonders auf die Migration als eine der großen Entwicklungen in Deutschland, die sich auf den MINT-Bereich auswirken. Bis 2013 seien unter den Migranten vor allem aus Osteuropa 50% Hochqualifizierte gewesen. Durch den großen Zuzug habe sich der Trend gedreht: Unter den Flüchtlingen seien nur noch 20% Qualifizierte. Daraus resultiere eine große Aufgabe für Schulen, da neben dem Spracherwerb besonders technische Prozesse, d.h. naturwissenschaftliche Fächer, geeignete Einstiege für Migrantenkinder bieten. Diesen Weg beschreitet das St.-Ursula-Gymnasium bereits seit einiger Zeit durch die behutsame Integration der Schüler seiner Auffangklasse in das reguläre Kurssystem.

Die „MINT-freundlichen Schulen“ werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Kurzbeschreibung der Initiative

„MINT Zukunft schaffen“ als wirtschaftsnahe Bildungsinitiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. »MINT Zukunft schaffen« wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will »MINT Zukunft schaffen« gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.


 

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