Schule und Erziehung

„Die Planung kommt in der Realität an“

Voller Freude zeigen Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Schulleiterin Dr. Magdalene Marx und Architekt Professor Zvonko Turkali die Urkunde, die in den Grundstein eingegossen wird.pdpPaderborn, 30.11.2015 (pdp). Frei nach dem Leitbild des vom Erzbistum Paderborn getragenen Edith-Stein-Berufskollegs in Paderborn „Tradition bewahren, Zukunft gestalten“ legten am heutigen Freitag Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariats, sowie Oberstudiendirektorin Dr. Magdalene Marx (Schulleiterin) und Architekt Professor Zvonko Turkali den Grundstein für die Erweiterungsbauten und die Schulkapelle. Sie gehört ebenso zum Plan des Erweiterungsbaus wie die Errichtung weiterer Klassen- und Beratungsräume sowie eine Cafeteria. Außerdem wird der Altbau des bisherigen Schulgebäudes saniert.

„Für mich ist dies eine bemerkenswert geräuschlose Baustelle“, stellte Dompropst Göbel bei seiner Begrüßung in der kleinen Feierstunde mit Architekten sowie Vertretern des Berufskollegs und der Schul- und Bauabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariats auch im übertragenen Sinne fest: „Es läuft sehr gut.“ Denn das umfangreiche Bauprojekt, das mit rund 8,8 Millionen Euro beziffert ist, stellt das Berufskolleg auch logistisch derzeit vor eine Herausforderung. Um den Unterricht weiter zu ermöglichen, hat Pfarrer Thomas Stolz (Leiter des Pastoralverbunds Nord-Ost-West) die Pfarrheime der Kirchengemeinden St. Heinrich und St. Bonifatius den Klassen zur Verfügung gestellt.

Mit dem heutigen Tag beginne auch ein neuer Lebensabschnitt für die Schule, betonte Schulleiterin Dr. Marx. Es werde noch positiver als es ohnehin schon sei. Auch für die Inklusion seien durch die entstehenden Neubauten und die Sanierung von nun an alle Wege geöffnet.

Grundsteinlegung für die Erweiterung des Edith-Stein-Berufskollegs, zu dem auch der Bau einer Kapelle gehört. V.l.n.r.: Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca, Pfarrer Thomas Stolz, Schulleiterin Dr. Magdalene Marx, Architekt Professor Zvonko Turkali.pdp„Es gibt nichts Schöneres als eine Grundsteinlegung, denn hier kommt die Planung in der Realität an. Der Entwurf nimmt Gestalt an“, freute sich der Frankfurter Architekt Zvonko Turkali. Seine Ideen und Entwürfe hatten bei der Ausschreibung überzeugt. Er lud alle Beteiligten ein, sich in einem Jahr am abgeschlossenen Neubau zu erfreuen. Sein Dank galt auch der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Bauamt des Erzbischöflichen Generalvikariats und Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca.

Die Kapelle des Berufskollegs wird aus dem eigentlichen Kapellenraum mit Altarbereich bestehen und einem vorgelagerten, kleinen Foyer als Windfang. Der Kapellenraum wird durch eine breite, einflügelige Türanlage vom Foyer getrennt sein und ist zwölf Meter lang. Die Kapelle bietet rund 30 bis 40 Sitzplätze. Im Innenraum wird der Eintretende durch ein freistehendes, quellendes Weihwasserbecken begrüßt. An den niedrigen Raum wird sich der Altarbereich anschließen, dessen Luftraum turmartig nach oben erweitert sein wird. Auch der Turm wird zwölf Meter hoch sein. Den Abschluss des Altarraumes bildet eine Decke mit einem plastisch ausgebildeten Kreuz. Hinter dem Altar wird eine perforierte Wand stehen. In der aufgehenden monolithisch gehaltenen Wandscheibe ist ein weiteres Kreuz integriert. Von der Kapelle wird eine „lange Schulstraße“ bis zur Mensa und dem viergeschossigen neuen Gebäude führen.

Der zunehmende Nachmittagsunterricht am Edith-Stein-Berufskolleg macht den Ausbau erforderlich. Neben der Cafeteria und der Kapelle werden vor allem Räume für zusätzliche Klassen sowie Fach-, Beratungs- und SV-Räume benötigt. 180 Besucher können demnächst in der Cafeteria Platz finden. Ein Teil der Altbauten des Schultrakts werden brandschutztechnisch saniert und bekommen auch ein neues Dach.

Dompropst Joachim Göbel legte bei der Grundsteinlegung Urkunde, Texte von Schulleitung und Erzbistum, Grundrisspläne, aktuelle Münzen sowie zwei aktuelle Tageszeitungen mit in die Hülse, die in den Boden der Kapelle eingelassen wurde. Auf der Urkunde steht unter anderem geschrieben: „Seit ihrer Entstehung ist die Einrichtung, die seit 1998 den Namen Edith-Stein-Berufskollege trägt, beständig gewachsen. Diesen Umstand trägt auch die jüngste Erweiterung Rechnung, für die heute der Grundstein gelegt wird. Lernen, Begegnung mit Menschen und Begegnung mit Gott spiegeln sich in neuen Räumen für Lehrzwecke, einer Cafeteria und einer Kapelle wieder. Mit dem Schulziel und der Wahl der Schulpatronin war das Edith-Stein-Berufskolleg in der Vergangenheit seiner Zeit stets voraus. Auf ihre Fürsprache gewähre Gott, dass auch die jetzt ergriffenen Maßnahmen einen Beitrag dafür leisten, jungen Menschen ein Mitwirken im Aufbau des Reiches Gottes unter den Menschen zu ermöglichen.“ 

Info:

Schulträger des Edith-Stein-Berufskollegs ist das Erzbistum Paderborn. 752 Schüler und Schülerinnern sind im laufenden Schuljahr gemeldet. 60 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten.

Das Erzbistum Paderborn übernahm 1976 die Trägerschaft der damaligen Fachschulen des Meinwerk-Institutes aus der Trägerschaft des Verbandes Katholischer Mädchensozialarbeit. Die Schule wurde zur Edith-Stein-Schule umbenannt, die 1998 zum Berufskolleg wurde.

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