Schule und Erziehung

Asylpoltitik und die katholische Soziallehre

Dr. Andreas Fisch ist als Referent für Wirtschaftsethik an der Kommende Dortmund ein ausgewiesener Experte zum Thema Asyl und Migration.Foto: Annika Bunte (Q1)Paderborn, 12.11.2015 Wie könnte man die heutige Flüchtlingspolitik im Sinne der christlichen Nächstenliebe gestalten ohne, dass sie unrealistisch wird? Wie sieht unser Asylrecht in Deutschland genau aus und was kann jeder einzelne von uns tun, damit eine Integration, der vielen Flüchtlinge, die momentan nach Deutschland kommen, überhaupt gelingt?

Diese und viele andere Fragen zu Flüchtlingen, Asylpolitik und der katholischen Soziallehre wurden Ende Oktober 2015 in der Aula der Schulen St. Michael gestellt und dienten als Grundlage für den Vortrags- und Diskussionsabend des Referenten Dr. theol. Andreas Fisch. Nach einigen Grußworten der Schulleiterin Elisabeth Cremer verbunden mit dem Dank an Herrn Wurm für die Organisation begann Dr. Andreas Fisch mit seinem Vortrag und erklärte zunächst, dass es nicht möglich sei eine optimale Lösung für die Flüchtlingsproblematik zu finden. Dies sei auch gar nicht Sinn dieses Vortrags, sondern das ins Gespräch kommen und Nachdenken über dieses aktuelle Thema.

So bezog er während des ganzen Abends die Meinungen einiger Schülerinnen und Lehrkräfte mit ein und beantwortete viele Fragen, die von dem aufmerksamen Publikum in der gut gefüllten Aula gestellt wurden. Im Vordergrund stand unter anderem, wie sich die aktuelle Flüchtlingssituation in Deutschland und Europa in Zahlen und Fakten darstellt, wie sich die Asylpolitik in den letzten Jahren entwickelt hat und wie die Flüchtlingsverteilung in Europa gehandhabt wird. Des Weiteren beinhaltete der Vortrag, welche Probleme in der europäischen Politik durch die derzeitige Situation entstehen und wo überhaupt die Ursachen für diesen vermehrten Flüchtlingsstrom liegen.

Diese Aspekte brachte Dr. Fisch immer wieder in Verbindung mit Zitaten verschiedener Päpste, die sich zu Nächstenliebe und dem Aufnehmen von Fliehenden äußerten. Dabei versuchte er jedoch, sich nicht zu positionieren, oder seinen Vortrag einseitig auszurichten, sondern bezog verschiedene Positionen und Argumente mit ein. Viele der Anwesenden waren so interessiert, dass sie nach dem offiziellen Ende noch länger blieben, Fragen stellten und über Lösungen und Hilfen in der momentan auch in Paderborn so aktuellen Flüchtlingsproblematik diskutierten. Dr. Andreas Fischs Appell, vor diesem wichtigen Thema nicht die Augen zu verschließen und sich damit auseinander zu setzen, kam auf jeden Fall an.

Text: Antonia Johannigmann (Q1)

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