Schule und Erziehung

St. Michael nimmt am ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit teil

Weihbischof Dominicus begleitete die Pilgergruppe ein Stück des Weges bis Dortmund.Paderborn, 23.10.2015 Insgesamt 38 Oberstufenschülerinnen folgten zusammen mit Frau Hunold und Sr. M. Ulrike dieser Einladung und gingen am 20.10.2015 die Tagesetappe des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Lünen nach Dortmund mit.

Der internationale Pilgerweg, ein ökumenische Bündnis aus Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten, Missionswerken und (Jugend-) Verbänden, verläuft von Flensburg nach Paris. Auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wird ein neues internationales Klimaabkommen beschlossen. Der Pilgerweg macht im Vorfeld auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam. In Lünen traf die Gruppe die Pilger, die teilweise schon von Flensburg an auf dem Jakobsweg zum Klimagipfel sind.

Die erste Station des Tages war das Steinkohlekraftwerk Trianel, einem so genannten „Schmerzpunkt“ im Blick auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Die insgesamt 20 km lange Strecke führte dann am Datteln – Hamm – Kanal entlang, aber auch durch Felder und Waldstücke. Erstaunt waren die Schülerinnen, dass es im Ruhrgebiet Naturschutzgebiete und so viel Grün gibt - „Kraftpunkte“ auf dem Weg zum Klimaschutz.

Der Pilgerweg endete mit einer Diskussionsveranstaltung im Dortmunder Mallinckrodt-Gymnasium.In Brechten schlossen sich der Paderborner Weihbischof Dominicus und der evangelische Oberkirchenrat Dr. Möller der Pilgergruppe an. So ging es, begleitet von einer Polizeieskorte, Richtung Dortmunder Innenstadt, wo der Pilgerzug viel Aufmerksamkeit erregte, denn das Banner, das während des ganzen Tages von unseren Schülerinnen getragen wurde, zeigte deutlich das Anliegen der vielen Pilger.

Weihbischof Dominicus sprach beim Stationsgottesdienst in der Reinoldikirche von seinen Eindrücken auf dem Weg und machte gerade auch die Schülerinnen nachdenklich, als er unser heutiges Konsumverhalten kritisch hinterfragte.

Anschließend ging es zum Dortmunder Rathaus, wo der Umweltdezernent der Stadt die Pilger herzlich begrüßte und sich hoch erfreut zeigte, dass sich so viele junge und auch ältere Menschen auf den Weg gemacht haben, um auf das so wichtige Thema der Klimagerechtigkeit aufmerksam zu machen. Den Abschuss des Tages bildete eine Diskussionsveranstaltung im Mallinckrodt-Gymnasium: „Zukunft in Gefahr – Klimawandel und Generationengerechtigkeit“.

Auf der Rückfahrt nach Paderborn waren die Pilgerinnen von St. Michael zwar müde, aber ebenso beeindruckt von ihrem Pilgertag. „Ich fand es sehr gut, dass nicht nur die politische Dimension des Themas zum Tragen kam, sondern sie in den Kontext unserer christlichen Verantwortung gestellt wurde“, resümierte eine Schülerin. Die Erfahrungen der Pilgergruppe werden weiter wirken und einfließen in das Klimaschutzprojekt am Gymnasium St. Michael.

Text: Sr. M. Ulrike Brand CSA

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