Schule und Erziehung

Denen geholfen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen

Zeigten sich erfreut über die Spendenaktion (vorne, v.l.n.r.): die Absolventinnen Anna Lena Becher, Mara Wiedemeier, Marie-Sophie Stamm, Lea-Sophie Büse, Annmarie Gogrewe und Natalie Labuntin sowie Hubertus Roland, Lennart Waldeyer (SV), Schwester Johanna, Schulleiter Matthias Koch und Schwester Maria-Theresia. Hintere Reihe v.l.n.r.: Pater Johannes Cornides, Jost Henkenius (Absolvent), Maria Frese (Bredenbrief).Kai HasenbeinBrakel, 10.8.2015 Mit mehreren Einzelspenden aus dem vergangenen Schuljahr bereitete die Schulgemeinschaft der Schulen der Brede jenen Kindern und Jugendlichen, die eher auf der Schattenseite des Lebens stehen, nun eine große Freude. Dabei kam eine Spendensumme von knapp 10.000 Euro zusammen, die aus dem Abschlussgottesdienst, der Nepalaktion, der Bredenbriefaktion sowie der Kaffeekasse der Lehrer stammen. 

In ihrem diesjährigen Abschlussgottesdienst hatten die Absolventen des Berufskollegs und die Abiturienten des Berufskollegs und des Gymnasiums um eine großherzige Spende gebeten für die Unterstützung des Internats Musuj K’anchay Bella Vista/Bolivien und dem Notre-Dame-Kindergarten in Temeswar/Rumänien. Stellvertretend konnte Hubertus Roland, der den Kontakt zu Schwester Karoline Mayer hält, 600 € für das Internat in Bolivien in Empfang nehmen. Er wies darauf hin, dass dieses Geld hilft, einem jungen Mann die Ausbildung für ein halbes Jahr zu finanzieren. Die jungen Menschen in Bolivien haben oft 2-3 Stunden Fußweg, um die Berufsfachschule Sayarinapay zu besuchen. Mit dieser Spende ist es möglich, im dortigen Internat zu wohnen und so eine Chance auf gute Ausbildung zu nutzen. 

Über 600 € freute sich auch Schwester Johanna stellvertretend für die Schulschwestern in Rumänien. Der dortige Kindergarten besteht seit 2003. Private Kindergärten erhalten in Rumänien keine staatliche Unterstützung. Neben den Beiträgen der Eltern wird der Kindergarten deshalb durch Spenden finanziert, die vorwiegend aus Deutschland kommen. Mit diesem Geld soll Kindern aus armen Familien geholfen werden, die das Kindergartengeld und das Geld für das Mittagessen nicht oder nur zum Teil bezahlen können. 

Weitere überraschend hohe Spenden konnte Schwester Johanna stellvertretend für die vom Erdbeben getroffen Nepalesen in Empfang nehmen. Schulschwestern leiten in Bandipur, einem kleinen Ort im Himalaya, eine große Schule. Auch hier müssen die Schüler mehrstündige Schulwege auf sich nehmen, wie die dortige Schulleiterin Schwester Janet Tanaka uns bei einem Besuch an der Brede berichtete. Viele können das Geld für Unterkunft und Verpflegung im Ort nicht aufbringen. Hinzu kommt, dass das Land in diesem Jahr extrem unter der Erdbebenkatastrophe leidet. Während der vielen freien Tage im Mai hatten wir zu privaten Spendenläufen aufgerufen. Unsere Schüler haben den Boden unter die Füße genommen und 4201,31 € erlaufen. 

Zusätzlich spendeten die Lehrer den seit Jahren angesammelten Überschuss aus ihrer Kaffeekasse: 1.500 € und schließlich wurde auch darauf hingewiesen, dass 3.000 €, die unsere Ehemaligen bei der Bezahlung des Bredenbriefes spendeten, in diesem Jahr den Erdbebenopfern in Nepal zugute kommt.

Text: Schwester Maria-Theresia Knippschild

 

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Erzbistum Paderborn