Schule und Erziehung

Die Abiturientia 2015 des Gymnasiums St. Xaver zu Gast in Berlin

Die Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums St. Xaver besuchte zusammen mit den Lehrkräften Angela Kellersohn und Sebastian Böttcher (als Jahrgangsstufenleiter) sowie Wolfgang Seemann und Hermann Großevollmer die Hauptstadt Berlin. Bad Driburg, 5.6.2015 Auf Einladung des Bundestagsabge- ordneten für den Wahlkreis Höxter/Lippe II, Christian Haase, verfolgten die knapp hundert Abiturientinnen und Abiturienten „live“ eine aktuelle Fragestunde auf der Tribüne des Plenarsaals in Berlin. Es ging um knifflige Fragen und Probleme der Energiewende, die sich die Bundesregierung derzeit auf ihre Agenda geschrieben hat. „Zu den angesprochenen Details kann ich nicht viel sagen, aber es fällt auf, dass sich die Vertreter der Großen Koalition und der Opposition gegenseitig ganz schön beharkten, teilweise lieferten sich die politischen Gegner einen knallharten Schlagabtausch“, urteilte eine Abiturientin und hob Energieminister Gabriel hervor, der ihrer Meinung nach nichts habe „anbrennen“ lassen und am Rednerpult ziemlich souverän gewirkt habe.

Die Debattenkultur war auch Thema bei der anschließenden Gesprächsrunde mit MdB Haase. Dieser wies darauf hin, dass im Parlament vieles für die Fernsehkameras inszeniert sei und dass das eigentliche Ringen um eine Lösung der anstehenden politischen Fragen in den verschiedenen Bundestagsausschüssen und in den Faktionssitzungen der Parteien stattfinde. Dort würden – ohne die Anwesenheit von Medien und Zuschauern – in der Regel die Auseinandersetzungen ohne große Theatralik und Rhetorik geführt.

„Trinken Sie denn mit dem Abgeordneten, der Sie tagsüber persönlich in der Bundestagsdebatte so scharf angegriffen hat, am Abend überhaupt noch ein Bier?“ , wollte ein Fahrtteilnehmer wissen. Christian Hasse konnte beruhigen: „Nach einem langen Arbeitstag in den Sitzungen freue ich mich, wenn ich noch Zeit habe und es nicht zu spät geworden ist, auf das Feierabendbier in der nächstgelegenen Kneipe und dort treffe ich auch schon einmal auf meinen Debattengegner. Doch in der Kneipe wollen wir alle entspannen; da spielt das Parteibuch eher keine Rolle und über Politik wird kaum geredet.“

Gefragt wurde auch nach dem Verdienst eines Bundestagsabgeordneten. Die Diäten seien an die Richtergehälter gekoppelt, erklärte Haase und räumte ein, dass man mit dem, was zum Beispiel er monatlich bekomme, keine Reichtümer aufhäufen könne und dass wegen des Salärs vermutlich keiner ein Bundestagsmandat anstrebe.  

Und spätestens, als der Bundestagsabgeordnete schließlich sein absolviertes Programm der zurückliegenden Plenarwoche im Einzelnen beschrieb, ist klar geworden, dass er mit seiner Aussage sicher nicht daneben liegt..

Der Bundestagsbesuch war auf dieser Schulveranstaltung nur ein Programmpunkt unter weiteren anderen (u. a. Stadtführung, Dokumentationstätte „Berliner Mauer“ an der Bernauer Straße, ehemaliges Stasi-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen). Als schließlich am Pfingstsonntagabend die gesamte Abiturientenschar erfüllt von zahlreichen Eindrücken wieder in Bad Driburg eintraf, kehrten auch die begleitenden Lehrkräfte Angela Kellersohn und Sebastian Böttcher (als Jahrgangsstufenleiter) sowie Wolfgang Seemann und Berlinfahrtkoordinator Hermann Großevollmer froh über das gemeinsam Erlebte zurück.

 

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