Schule und Erziehung

Ein Sommernachtsalbtraum - gelungene Aufführungen in der Aula

Mit viel Freude und Engagement spielten die Schülerinnen des Gymnasiums St. Michael die Rollen in ihrem selbst konzipierten Stück. Paderborn, 11.6.2015 Zum Abschluss des Schuljahres führte der Literaturkurs 1 der Jahrgangsstufe Q1 Anfang Juni sein im Unterricht entwickeltes Stück „Ein Sommernachtsalbtraum“ auf. Dabei trug der Werkstattcharakter des Kurses unter der Leitung von Frau P. Ritter-Osterfeld in hohem Maße zu einem mehr als durchschnittlichen Engagement der Mädchen bei.

So wurde in der Planungsphase zu Beginn des Schuljahres entschieden, ein Theaterstück zu konzipieren, in dessen Mittelpunkt eine Jugendliche stehen sollte, die während einer Party merkt, dass ihre angeblichen Freunde sie nur ausnutzen. Nachdem ihr mittels eines Getränks Drogen verabreicht worden sind, gerät die Jugendliche auf einer Party in verschiedene Zwischenwelten, die letztlich als Spiegel ihrer Beziehungen bzw. ihres Unterbewusstseins fungieren. So zeigt die Umkehrung des Froschkönig-Märchens, dass ihr Freund in Wirklichkeit kein Prinz, sondern ein dreister Frosch ist. Auch in dem Wunderland, in das sie als nächstes gelangt, warten nur böse Überraschungen auf sie. Ihre beste Freundin entpuppt sich als Rote Königin, die sie schamlos ausnutzt und für ihre Zwecke missbraucht. Gesteigert wird dies in der letzten Zwischenwelt, als sie sich in einem Horrorhaus wiederfindet und von ihrer Clique unerbittlich gemobbt wird. Ein Entkommen ist nur möglich, als sie erkennt, dass sie ihren vermeintlichen Freunden keinen Glauben schenken darf; nur dadurch gelingt ihr die Flucht mit einer ebenfalls isolierten Außenseiterin, die sie in der Realität bislang auch ausgegrenzt hatte. Zurück in der Wirklichkeit steht sie am Ende gemeinsam mit dem Publikum vor der Entscheidung, entweder mit den alten Freunden zu gehen oder auf der Seite der Außenseiterin ganz neu anzufangen.

Den Schülerinnen gelang es in beiden Aufführungen, die unterschiedlichen Stimmungen durch ihr Spiel zu verdeutlichen. Ein Lob gebührt dabei nicht nur den beiden Darstellerinnen der Hauptfigur, sondern allen Schauspielerinnen, die ihrer Figur Leben einhauchten. Eine gehörige Portion Humor und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Charaktere trugen unterstützt von der Licht- und Tongestaltung dazu bei, dass den Zuschauerinnen und Zuschauern zwei unterhaltsame Abende bereitet wurden.

 

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