Schule und Erziehung

Mein Weg vom Kongo nach Europa

Emmanuel Mbolela schildert Oberstufenschülerinnen eindrucksvoll seine Flucht aus dem Kongo.©Thorsten HarnischmacherPaderborn, 29.1.2015 Im Januar 2015 besuchte Emmanuel Mbolela die Geschichts-und Religionskurse des Gymnasiums St. Michael, um sein Buch "Mein Weg vom Kongo nach Europa" vorzustellen und die Geschichte seiner Flucht zu erzählen. Gemeinsam mit seinem Übersetzer, Dieter Alexander Behr, schilderte er auf eindrucksvolle Art seine Flucht aus dem Kongo, die ihn schließlich in die Niederlande führte, wo er begann, sich für die Rechte anderer Flüchtlinge weltweit einzusetzen.

Aufmerksam lauschten die Schülerinnen den lebhaften Erzählungen Mbolelas und den Textpassagen aus seinem Buch, in welchem er seine bewegende Geschichte festgehalten hat. Aufgrund seines politischen Engagements musste Mbolela die lange und beschwerliche Flucht durch viele westafrikanische Länder wie Nigeria und Kamerun ergreifen. Als besonders gefährlich schilderte er die damalige, aber auch heutige Lage weiblicher Flüchtlinge, die der Gewalt von Polizei und Banditen ausgesetzt sind. In eindrucksvoll vorgelesenen Passagen über orientierungsloses Fahren in der Wüste und unerwartete Polizeirazzien führte er den Jugendlichen die Gefahren und Ängste, die die Flucht für ihn brachte, vor Augen. Erst mithilfe des UNHCRs, der UNO-Flüchtlingshilfe, gelang ihm die Ausreise in die Niederlande, wo er auch heute noch lebt. Dort begann er sich in dem ehrenamtlichen Netzwerk „afrique-europe interact“ zu engagieren, um auf die grauenvollen Situationen der Flüchtlinge weltweit aufmerksam zu machen und ihnen auf ihrer Flucht zu helfen.

In einer abschließenden Fragerunde konnten die Oberstufenschülerinnen gezielt ihre Fragen stellen und brachten Ideen zur Unterstützung seiner Arbeit bei „afrique-europe interact“ ein. In seinem Schlussappell bat Emmanuel Mbolela darum, dass gerade die junge Generation ihren Blick für die Missstände öffnen und beginnen solle, sich zu engagieren, um zu helfen. Er betonte dabei, wie wichtig es sei, Flüchtlingen zu helfen und sie nicht einfach als kriminell abzustempeln, damit man ihnen gemeinsam die Chance geben kann, ein gutes und neues Leben anzufangen.

 Text: Charlotte Luthardt

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