Schule und Erziehung

Hinsehen, nicht wegdrehen!

Die Schüler besuchten auch das Mahnmal, das an die KZ-Vergangenheit des Ortes erinnert.©Ruth Pelizäus-HermesPaderborn, 28.1.2015 In Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum in Wewelsburg nahmen die 26 Schüler der G6d an einem Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit und für Zivilcourage teil.

Die verantwortlichen Kulturpädagoginnen Frau Dehlinger und Frau Ising besuchten uns am Montagmorgen, dem 19.1. in der dritten und vierten Unterrichtsstunde in der Schule und die 26 Jungen brachen einen Tag später nach der zweiten Schulstunde mit dem Bus zum „Gegenbesuch“ nach Wewelsburg auf. 

In einer methodisch sehr abwechslungsreich gestalteten Einheit spielten die Schüler die Rollen der Geschichte „Die Hingucker“ nach, erprobten so Handlungsweisen und erlebten selbst Verhaltensweisen, die zur Entstehung von Vorurteilen führen. Es ist das Ziel dieses Projektes, jeden Einzelnen für die Wahrnehmung diskriminierender Situationen im Alltag zu sensibilisieren und Mut zu machen selbst ein „Hingucker“ zu werden, wenn Unrecht geschieht.

Mit dem Bus fuhr die Klasse am folgenden Tag zur Wewelsburg, wo sie in einer genauso interessant gestalteten Einheit das erzählte Geschehen in Weinach zur nationalsozialistischen Vergangenheit unseres Landes in Beziehung setzte. Der Besuch des Mahnmals auf dem Gelände des ehemaligen KZs Niedernhagen bildete den Abschluss dieses eindrucksvollen Projektes.

„Hinseh’n!
Nicht wegdreh’n!
Es gibt Ungerechtigkeit – überall zu jeder Zeit,
aber manches wird tatsächlich wieder gut –
weil wir was tun dafür, vielleicht allein oder zu zweit.
Nicht umsonst haben Menschen ihren Mut!“

                                                 aus: Hingucker-Rap

Text Ruth Pelizäus-Hermes

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