Schule und Erziehung

Von „Verblüffender Physik“ bis „Mathe macht glücklich“: Tag der Offenen Tür im Gymnasium St. Ursula Attendorn

Naturwissenschaftlich gab es für die Gäste beim Tag der Offenen Tür viel zu entdecken. ©Ronald PfaffAttendorn, 9. 12.2014. „Enter das Ursel-Schiff“ - der Lösungssatz eines kleinen Quiz könnte zugleich die Aufforderung für die Viertklässler der umliegenden Grundschulen sein. Denn beim „Tag der Offenen Tür“ bekamen interessierte Schüler einen exklusiven Rundgang mit Rätsel durch das St.-Ursula-Gymnasium. 

Wer hätte sie besser führen können, als Schüler der Oberstufe, die selbst jahrelang hier die Schulbank gedrückt haben. Während die Eltern mit den Lehrern einen Rundgang durch das Schulgebäude machten, um Einblicke in das Leben des Gymnasiums auf dem „Heiligen Berg“ zu gewinnen, gingen die möglichen zukünftigen Ursel-Schüler selbst auf Entdeckungstour.

„Ihr und Euer Feedback bedeuten uns viel“, betonte Schulleiter Markus Ratajski zur Begrüßung in der Aula: „Mit dem Tag der Offenen Tür möchten wir zeigen, wie es in der Schule aussieht und was wir zu bieten haben.“ Die Kinder ermutigte er: „Probiert alles aus, packt alles an.“

Gesagt, getan - der Tag des impulsiven Innenlebens im Gymnasium-Gebäude auf allen Stockwerken und in allen Gebäuden war eröffnet. Die hohe Besucherzahl spiegelte Interesse und Resonanz von Eltern und Schülern der Einsteiger für Klasse 5 oder auch zur gymnasialen Oberstufe.

Louisa Klein und Robert Crummenerl gehörten zu den Scouts aus Oberstufenschülern, die eine der achtköpfigen Kindergruppen durch das Schulgebäude zu verschiedenen Themenräumen führten: „Mathe macht glücklich“, Verblüffende Physik, Biologie zum Entdecken, Forschen und Verstehen, Kunst für alle oder die Einführung in die bunte Welt der Sprachen. Beim Bingo-Spiel „Mach mit“ im Englisch-Unterricht gab es sogar süße Gewinne. Zwischen den Gebäuden G (wie Gymnasium) und N (wie Naturwissenschaften) führte die Route durch das Forum, in dem eine Probe des Musical-Projekts „Evita“ stattfand. Außerdem stellten sich hier der Ehemaligenverein, der Förderverein, die Schülervertretung, der Schulsanitätsdienst, die Schulpflegschaft und der Eine-Welt-Kreis vor.

Auch im musikalischen Bereich hat das Gymnasium St. Ursula viel zu bieten.©Ronald PfaffEine der Klassenfahrten führt die Sechstklässler nach Bosau am Plöner See. Bereits seit mehr als 20 Jahren ist es das erste Ziel der Ursula-Schüler. Lernen vor Ort ist dann auch in der 8. Klasse angesagt, wenn in England der Englisch-Unterricht in der Praxis erprobt wird. „Sprachen werden hier groß geschrieben“, weiß Louisa Klein aus eigener Erfahrung und wird später in ihrem Berufsziel (Lehramt für Englisch und kath. Religion) vom Nutzwert profitieren.

„Gerade durch den bilingualen Unterricht wird auch die Hemmung genommen, frei zu sprechen“, betonte Louisa Klein: „Ich kann das nur empfehlen.“ Bilingual heißt: ab der 7. Klasse Biologie in Englisch, ab der 8. dann auch Erdkunde und ab der 9. Politik.

Neben Englisch, Französisch und Latein bietet das St.-Ursula-Gymnasium ab der 8. Klasse auch Spanisch an (jeweils als Einzelfach). Nicht nur wegen der Urlaubsliebe gen Süden wird Spanisch sehr gut angenommen. „Uns ist wichtig, dass die Schüler Kontinuität wahren und bei einer Sprache auch bei der Stange bleiben“, erklärt Fachkoordinator Markus Aufderlandwehr.

Auch die Naturwissenschaften haben einen hohen Stellenwert. „Ich kann nur sagen, dass die Schule mit Werkzeugen, Materialien und Chemikalien top ausgerüstet ist und kompetente Lehrkräfte das Wissen an die Schüler bringen“, bringt Robert Crummenerl seine Erfahrung ein.

Die Bibliothek war früher für die Schüler das Selbstlernzentrum. Heute ist die umfassende Wissensliteratur erweitert worden durch Computer. 35 Arbeitsplätze stehen insgesamt vor allem den Oberstufenschülern zur Verfügung, die somit während der Freistunden schon die Möglichkeit haben, ihre Hausaufgaben oder Referate zu recherchieren. Zugleich können sich die Schüler an einen Lernort gewöhnen, der ihnen den Weg zur Uni-Bibliothek in Zukunft vereinfacht.

Beim „Tag der Offenen Tür“ war auch der Kunstraum sehr gefragt, denn bei Arbeiten mit Papier zum Weihnachtsschmuck waren schnell Ergebnisse zu sehen. Und wer Zeit hatte sich in den Räumen umzuschauen, durfte über die ausgestellten Arbeiten der Schüler staunen: Wahre Kunstwerke.

Das zeitgleich laufende Fußballturnier in der Sporthalle zwischen Schülern der 7. und 8. Klassen machte deutlich darauf aufmerksam, dass die St.-Ursula-Schule auch DFB-Trainingsstützpunkt ist.

Während sich die junge Besuchergruppe noch mit Fragen zum Musical, Chor und Theatergruppe beschäftigte, erhielten die Eltern ausführliche Informationen über die individuelle Förderung in den Sekundarstufen I und II sowie dem Präventions- und Beratungskonzept der Schule. Auf Louisa Klein und Robert Crummenerl wartete bereits die nächste Gruppe zum Rundgang, doch für sie ist klar: „Wir würden genau wieder hier in diese Schule kommen, wenn wir noch mal anfangen müssten.“                                                                         

Text: Ronald Pfaff

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