Schule und Erziehung

Eltern freuen sich über Anerkennung: Schulpflegschaften künftig paritätisch besetzt

Paderborn, 5. 9.2014  Schulkonferenzen von Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn sind künftig mit gleicher Anzahl von Lehrern, Schülern und Eltern besetzt. Erzbischof Hans-Josef Becker hat das Kirchliche Schulgesetz für das Erzbistum Paderborn entsprechend geändert.

„Wir freuen uns, dass der Erzbischof so Diskussionen und vor allem Entscheidungen aller am Schulleben Beteiligten auf Augenhöhe ermöglicht“, kommentierte Frank Spiegel, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Schulpflegschaften Katholischer Schulen in freier Trägerschaft im Erzbistum Paderborn und Mitglied im Vorstand des KED-Diözesanverbandes, die Änderung im Schulgesetz.

Eltern und Schüler hatten bisher gleich viel Stimmen wie die Lehrervertreter. Zünglein an der Waage war bei einer Pattsituation bisher der Schulleiter. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft hatten ebenso wie der KEDDiözesanvorstand erstmals im März 2011 den Wunsch nach einer paritätisch besetzten Schulkonferenz geäußert. Bei einem Treffen mit Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, signalisierte dieser Gesprächsbereitschaft und verwies auf den damals vor der Gründung stehenden Erzbischöflichen Schulbeirat.

Diesem gehören Vertreterinnen und Vertretern aller am erzbischöflichen Schulwesen Beteiligten an. Im Dezember 2012 hatte der Beirat seine Arbeit aufgenommen. Neben den Eltern ließ hier auch die Schülerschaft des Hildegardis-Gymnasiums in Hagen den Wunsch nach der Drittelparität geäußert. Einmütig hat das Gremium ein Jahr später Generalvikar Alfons Hardt diesen Wunsch als Empfehlung für Erzbischof Hans-Josef Becker auf den Weg gegeben.

„Wir Eltern sehen in dieser Entscheidung auch eine Anerkennung unserer Rolle im Schulleben“, sagte Frank Spiegel. Der damit verbundenen Verantwortung stellten sich die Vertreterinnen und Vertreter in den Schulkonferenzen gerne.

„Zur großen Freude über die Entscheidung an sich kommt noch die Dankbarkeit darüber hinzu, dass im Erzbistum Paderborn ein Geist konstruktiver Kommunikation herrscht, in dem die Stimme der Eltern Gehör findet und nicht nur gehört wird“, erklärte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Schulpflegschaften. Aus seiner Arbeit im KED-Bundesvorstand wisse er, dass das keine Selbstverständlichkeit sei.

Pressemeldung der KED/ Arbeitsgemeinschaft der Schulpflegschaften im Erzbistum Paderborn

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