Schule und Erziehung

Zertifikatsveranstaltung CertiLingua im Auftrag des Ministeriums am St.-Ursula-Gymnasium Attendorn

(v.l.) Schulleiter Markus Ratajski, LRSD’ Gabriele Berghoff, die CertiLingua-Absolventinnen Judith Grawe und Kristina Kiel, Fremdsprachenkoordinator Markus Aufderlandwehr und Claudius Hildmann, Dezernent des Erzbistums Paderborn©KennemannAttendorn, 9.7.2014 Für den Abiturjahrgang 2014 erhielt nun das St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn die große Ehre, im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW eine der beiden Zertifikatsveranstaltungen im Land, nämlich für die insgesamt 78 Absolventen der westfälischen Bezirksregierungen Münster, Detmold und Arnsberg, auszurichten. Unter ihnen befinden sich auch Judith Grawe und Kristina Kiel vom St.-Ursula-Gymnasium. Seit 2010 gehört das St.-Ursula-Gymnasium zu den akkreditierten Schulen, die diese besondere Qualifikation mit dem Abitur vergeben dürfen.

Schulleiter Markus Ratajski erklärte in seiner Begrüßung, dass die Wahl Attendorns als Veranstaltungsort nicht treffender hätte sein können, da die alte Hansestadt bereits im Mittelalter internationale Handelskontakte pflegte und auch heute eine große Zahl an global agierenden Unternehmen vorweisen könne. Bezüglich des Schulträgers, des Erzbistums Paderborn, gibt es sogar die älteste europäische Städtepartnerschaft mit Le Mans in Frankreich, die auf die Überführung der Gebeine des Heiligen Liborius zurückgehe.

Auch Bürgermeister Christian Pospischil, der die Glückwünsche des Rates und der Verwaltung der Stadt Attendorn und gern auch seine persönlichen Grüße überbrachte, betonte, dass das St.-Ursula-Gymnasium mit seiner herausragenden Arbeit im bilingualen Zweig seit vielen Jahren eine Aufwertung des Bildungsstandorts Attendorn darstelle. Dass nur wenige Abiturientinnen und Abiturienten in ganz NRW mit dem Exzellenzlabel ausgezeichnet werden, zeige das hohe Niveau ihrer sprachlichen Kompetenzen, das ihnen sowohl in Deutschland als auch bei den europäischen Nachbarn viele Türen öffnen werde.

Auf diese Vorteile des CertiLingua-Zertifikats ging auch die Leitende Regierungsschuldirektorin Gabriele Berghoff von der Bezirksregierung Arnsberg ein. Sie erläuterte, dass die Absolventen in der Regel nicht nur von Sprachprüfungen für den internationalen Hochschulzugang befreit seien, sondern durch ihre Projektarbeiten im Ausland zudem auch interkulturelle Kompetenzen erworben haben.

In ihrem Festvortrag betonte Prof. Dr. Dagmar Abendroth-Timmer, Dozentin für die Didaktik der französischen und spanischen Sprache und Kultur an der Universität Siegen, besonders den hohen Arbeitsaufwand, der hinter dem Erwerb des Exzellenzlabels stehe. Ingesamt komme man auf 1200 Unterrichtsstunden Englisch, 1040 Unterrichtsstunden für die zweite Fremdsprache und 800 Unterrichtsstunden für eine dritte Fremdsprache, wobei der Zeitaufwand für häusliches Lernen, Austausche und andere Auslandsaufenthalte, z.B. im Rahmen der Projektarbeit, noch nicht eingerechnet sei.

Dass dieser sehr beträchtlich sein kann, demonstrierten im Anschluss zwei Absolventinnen durch die Präsentation ihrer Projektarbeit. Dabei ragte der komplett auf Englisch gehaltene Vortrag von Kristina Kiel besonders heraus. Sie hat bei einem Austausch ihm Rahmen der Schulpartnerschaft des St.-Ursula-Gymnasiums mit dem St Paul Gymnas in Bergen/Norwegen eine Arbeit über die unterschiedliche Wahrnehmung Europas bei Jugendlichen in einem Mitgliedsstaat und einem Nicht-Mitgliedsstaat der EU angefertigt.

Der Festakt, dessen Programm und äußerer Rahmen von dem Koordinator für Fremdsprachen, Markus Aufderlandwehr, in Kooperation mit den Fachvorsitzenden für Französisch, Evelyn Kampf, und Spanisch, Sabina Smok, sehr liebevoll gestaltet war, wurde vom Unterstufenchor und dem Vokalpraktikum unter der Leitung von Christoph Schulte musikalisch umrahmt; diese musikalische Unterstützung trug ganz besonders zum festlichen Rahmen der Veranstaltung bei.    

 

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