Schule und Erziehung

„Ein Gemälde voller Leben!“ - Abiturentlassfeier am Gymnasium St. Xaver

Die Abiturienten der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasiums St. Xaver freuen sich über ihren Erfolg.Bad Driburg, 25.6.2014 Die Freude war groß am Gymnasium St. Xaver, als am Freitag, den 20. Juni 2014, im Rahmen eines Festaktes insgesamt 103 Schüler mit dem Zeugnis der Hochschulreife verabschiedet wurden. Dabei brachten es die Jahrgangsstufenleiter Ute Beumling und Martin Ester in ihrer Abschiedsrede an „ihre“ Abiturienten auf den Punkt: Es war ein prächtiger Anblick, die Schüler an diesem herausragenden Tag in der Aula des Gymnasiums versammelt zu sehen.

Ute Beumling und Martin Ester konnten aber noch mehr erkennen, als sie im Rahmen eines kurzen Theaterstücks den Versuch unternahmen, sich ihr Publikum als ein Gemälde vorzustellen: Beim Betrachten stellten sie fest, dass es sich um ein lebendiges Bild handelte. Sie bemerkten, welche Bewegung von diesem ausging, und wie viele Wünsche, Träume und Hoffnungen in den einzelnen „abgebildeten“ Personen steckten.

Diese Metapher des Gemäldes mag auch manch einem der weiteren Redner vor Augen gestanden haben, als sie den Abiturienten ihre guten Wünsche mit auf den Weg gaben. Sie alle wollten der Aufbruchsstimmung gerecht werden, die unter den Schülern zu spüren war. Gleichzeitig gab es jedoch auch nachdenkliche Stimmen, die die jungen Erwachsenen an ihre zukünftige Verantwortung erinnerten.

So begrüßte Schulleiter Dr. Peter Kleine nach dem zuvor in der Schulkirche begangenen Festgottesdienst die Anwesenden mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse. Damit machte er den Abiturienten Mut, sich nach ihrer Schulzeit Neuem zu öffnen und sich auf die zukünftigen Ereignisse einzulassen.   

Als Vertreter des Schulträgers brachte Claudius Hildmann zu Beginn seiner Rede schmunzelnd sein Bedauern zum Ausdruck, während des Festaktes zwei entscheidende Spiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft zu verpassen. Die spielenden Nationen boten ihm aber Anlass, über wichtige Eigenschaften und Tugenden, die die Zukunft der Abiturienten prägen könnten, nachzudenken. Im vollen Bewusstsein, sich Klischees zu bedienen, wünschte er den Abiturienten ein kulturell reiches Leben, gleichzeitig ein südländisches Temperament voller Lebenslust und beruflichen Erfolg und verband dies alles mit den Ländern Frankreich, Italien, Costa Rica und der Schweiz. Er wünschte den Schülern, in Zukunft die Früchte ihrer Arbeit nach Hause tragen zu können, machte sie aber auch darauf aufmerksam, dass Tugenden wie Verantwortung und Solidarität nicht vergessen werden sollten.

Die Vorsitzende der Schulpflegschaft Margret Bauckmann wies die Schüler in ihrer Rede darauf hin, dass sie im Leben vermutlich auch Enttäuschungen erwarten werden. Zugleich betonte sie aber, dass die Schüler diese auch als eine Chance begreifen könnten, an der sie wachsen. 

Dr. Matthias Kros, Vorsitzender des Fördervereins, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Schüler ihr an der Schule erhaltenes Rüstzeug in ihrem Leben auch anwenden werden. Damit verband er bewusst die Hoffnung, dass sich die Abiturienten auch als kritische Zeitgeister erweisen werden, die auch mal „gegen den Strom schwimmen“.

Ähnlich Gedanken äußerten auch der Vertreter des Pastoralverbunds Bad Driburg Pfarrer Hubertus Rath und der Pastor der evangelischen Pfarrgemeinde Kurt Tielker. Die stellvertretene Bürgermeisterin der Stadt Bad Driburg Christa Heinemann erinnerte die Abiturienten daran, „ihre“ Heimatstadt nicht zu vergessen. 

Besonders hervorzuheben ist die humorvolle Rede der beiden Jahrgangsstufensprecher Lisa Marie Martin und Manuel Berkemeier, die darin ihre gesamte Schulzeit noch einmal Revue passieren ließen und sich zugleich bei den verantwortlichen Lehrern für die Unterstützung bedankten. Franz Streitbürger führte den Abiturienten ihre vergangene Kindheit und Jugend noch einmal vor Augen und überbrachte als Vertreter der Jahrgangsstufenpflegschaft den Gruß der Eltern. 

Insgesamt war es eine lebendige Feier, die ganz dem Bild entsprach, wie es die beiden Jahrgangsstufenleiter Ute Beumling und Martin Ester gezeichnet hatten. Dazu trugen auch die musikalische Beiträge des ehemaligen Musik-Leistungskurses bei, die die Veranstaltung einrahmten.

 

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