Schule und Erziehung

50jähriges Abitur am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn

Früher und heute: So präsentierten sich die Jubilarinnen des Abiturjahrgangs 1964 am St.-Ursula-Gymnasium damals ..... Attendorn, 21.4.2014 Am Tag, als der diesjährige Abiturjahrgang des St.-Ursula-Gymnasiums erleichtert die Schultüren zumindest für den Unterricht für immer hinter sich schloss, kehrten andere nicht weniger froh an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Der Anlass: das 50-jährige Jubiläum ihrer Reifeprüfung im Jahr 1964. Von den 18 ehemaligen Internatsschülerinnen, die damals ihr Abitur absolviert haben, sind vier leider bereits verstorben. Neun Damen jedoch sind auf Initiative von Barbara Schubert aus ganz Deutschland nach Attendorn gereist, um gemeinsam zu feiern und dabei auch ihre Schule zu besichtigen.

Der Hausherr, Schulleiter Markus Ratajski, ließ es sich nicht nehmen, die Damen persönlich durch die modernen Räume des St.-Ursula-Gymnasiums zu führen. Bereits der Start des Rundgangs im geräumigen, lichtdurchfluteten Forum beeindruckte die Besucherinnen, ebenso wie die Informatikräume und die freundlichen Klassenräume. Immer wieder wurden Vergleiche gezogen zur eigenen Schulzeit, als sie beispielsweise noch mit einem Rechenschieber arbeiten mussten. Im Herzen des Hauses, der Kapelle, erinnerten die Damen sich gern an die Gottesdienste und natürlich auch voller Dankbarkeit an die Schwestern des Ursulinenkonvents. Daher freuten sie sich besonders über die Erzählsäule auf dem Südhof des Geländes und die Chronik des Ordens, die von der St.-Ursula-Stiftung finanziert wurden. Beinahe ehrfürchtig betraten die Besucherinnen entsprechend den Gebäudeteil, der damals als Wohntrakt der Schwestern für sie selbst unzugänglich war. Hier erhielten sie einen Überblick über die bauliche Entwicklung des St.-Ursula-Gymnasiums und die personellen Veränderungen in der Schulleitung. Heiterkeit löste die Erinnerung an die erstaunte Frage einer Mitschülerin an den damaligen Schulleiter Roman Mensing aus: „Was? Ein männliche Wesen auf dem Heiligen Berg im Vorstand?“ und die schlagfertige Antwort: „Ja, aber man hat einen Kompromiss gefunden. Ich bin Priester.“

... und so 50 Jahre später.Doch die Damen schwelgten nicht nur in Erinnerungen, sondern erkundigten sich interessiert nach Themen der aktuellen Schulpolitik, z.B. G8 oder G9, Übermittagsbetreuung, Aufgaben der Schulsozialarbeit. Begeistert stellten die Jubilarinnen fest, dass trotz oder gerade wegen der Neuerungen am St.-Ursula-Gymnasium eines über ein halbes Jahrhundert unverändert geblieben ist und sich bestätigt hat: der hervorragende Ruf der Schule.

Am Ende des Rundgangs posierten sie noch einmal vor der so genannten Bischofspforte für ein Erinnerungsfoto. Der nächste Besuch am St.-Ursula-Gymnasium ist auch schon geplant, nämlich um die Abiturklausuren abzuholen, die zu Erstaunen ihrer Verfasserinnen natürlich noch immer im Archiv der Schule schlummern.

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