Schule und Erziehung

Profit für den Nachwuchs

Bei der Unterschrift: KiTa GmbH-Geschäftsführer Detlef Müller und Edith-Stein- Berufskolleg-Schulleiterin Dr. Magdalene Marx unterzeichnen die gemeinsame Kooperationsvereinbarung.© Ingo KalischekPaderborn, 11.4.2014 Eine noch intensivere Zusammenarbeit, regelmäßigen Austausch und gemeinsame Projekte soll es in Zukunft zwischen der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH und dem Edith-Stein-Berufskolleg geben. Besiegelt wurde dies jetzt durch einen Kooperationsvertrag, den KiTa-GmbH Geschäftsführer Detlef Müller und Edith-Stein-Schulleiterin Dr. Magdalene Marx unterschrieben haben. Profitieren soll dadurch vor allem der Nachwuchs.

Beide Kooperationspartner –sowohl die Fachschule als auch der Träger – bilden staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher aus: „Wir wollen unseren Studierenden während ihrer Ausbildung in den verschiedenen Einrichtungen möglichst viele Einblicke in den Praxis-Alltag ermöglichen“, erzählt Dr. Magdalene Marx, Schulleiterin vom Edith-Stein-Berufskolleg, und ergänzt: „Da ist die Katholische KiTa Hochstift GmbH als Abnehmer für uns besonders wichtig.“

Auch deren Geschäftsführer Detlef Müller baut auf die Zusammenarbeit mit der Paderborner Schule: „Viele unserer Schülerpraktikanten kommen ja vom Edith-Stein-Berufskolleg, da macht eine intensive Zusammenarbeit auch in Zukunft Sinn.“Besonders interessant für beide Seiten ist die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) des Edith-Stein-Berufskollegs, die seit rund einem Jahr angeboten wird: Die Studenten sind die ersten beiden Jahre jeweils für drei Tage pro Woche in der Schule und die restlichen zwei Tage in einer Einrichtung. Das können zum Beispiel Kindertagesstätten, Grundschulen oder Heime sein. Im dritten Ausbildungsjahr fallen drei Tage Praxis und zwei Tage Schule pro Woche an.

„Wir gewährleisten somit eine bessere Bindung der Studenten an die Ausbildungsbetriebe. Beide Seiten haben schließlich drei Jahre lang Zeit, sich kennen zu lernen“, benennt Schulleiterin Dr. Marx die Vorteile der „Breitbandausbildung.“ Vom ersten Tag an läuft die Ausbildung parallel. Anstoß für dieses neue Angebot war unter anderem der Fachkräftemangel.

Intensivere Zusammenarbeit: Elisabeth Speer, Dr. Magdalene Marx, Detlef Müller und Markus Heßbrügge wollen sich in Zukunft noch mehr austauschen und abstimmen. Gemeinsame Projekte oder Fortbildungen könnten eine Möglichkeit sein.© Ingo KalischekDie Abteilungsleiterin im Bereich Schulentwicklung, Elisabeth Speer, betont, dass auch ältere Studierende am Edith-Stein-Berufskolleg willkommen sind: „Bei uns gibt es Leute mit den verschiedensten Biographien: Vom Bäcker über die Friseurin bis hin zu Werft-Arbeitern ist alles vertreten“, freut sich Elisabeth Speer über die „heterogene Zusammensetzung“ der Studenten.

Momentan sind an dem Berufskolleg 183 Schüler angemeldet. Voraussetzung für eine praxisorientierte Ausbildung an der Schule sind unter anderem Vor-Erfahrungen im sozialen Arbeitsfeld. Vor allem berufserfahrene Schüler werden angesprochen. Neben der praxisorientierten – wird weiterhin die klassische Ausbildungsform am Edith-Stein-Berufskolleg angeboten, bei der die Studenten das dritte Jahr komplett in einer Einrichtung verbringen.

Studierende beider Ausbildungsformen sind auch in der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH vertreten. „Unsere Kooperation hat sich bereits gut entwickelt. Die gemeinsame Berufsmesse hat fast schon etwas Tradition“, ist Detlef Müller zufrieden. „Wir könnten in Zukunft noch mehr gegenseitige Impulse aufnehmen, gemeinsame Fortbildungen anbieten und uns inhaltlich aufeinander abstimmen“, schlägt Müller vor.

Text: Ingo Kalischek

 

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