Schule und Erziehung

Amtseinführung von Schulleiter OStD i. E. Heinrich Kröger an den Ursulinenschulen Werl

OStD i. E. Heinrich Kröger wurde als Schulleiter an den Ursulinenschulen Werl eingeführt. (V.l.n.r.) Konrad Beckmann (Abteilungsleiter Ursulinengymnasium), Sr. Hildegard Löher (Oberin der Ursulinen Werl), Msgr. Joachim Göbel (Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn), Heinrich Kröger (Schulleiter der Ursulinenschulen Werl), Rainer Dyrlich (Abteilungsleiter Ursulinenrealschule), Generalvikar Alfons Hardt (Vorsitzender des St. Ursula Stift Werl)Werl, 27.1.2014 Der Festakt begann mit einer von Generalvikar Alfons Hardt zelebrierten Eucharistiefeier unter Mitwirkung von Prälat Joachim Göbel, Schulpfarrer Michael Müller und Probst Michael Feldmann. Zu Beginn begrüßte Konrad Beckmann als stellvertretender Leiter des Gymnasiums die zahlreich erschienenen Fest- und Ehrengäste. 

Herr Kröger habe „ein Bündel voller Werte“, also ein „wertvolles Bündel“ anvertraut bekommen, sagte Generalvikar Alfons Hardt angesichts der gegenwärtigen Situation: Die Ursulinenschulen mit Ursulinengymnasium und Ursulinenrealschule befänden sich strukturell im Umbau. Auch wenn der neue Schulleiter die Bezeichnung „Bündelschule“ für die kooperierenden Schulen unter dem gemeinsamen Dach des Ursulinenstiftes gar nicht so gern hören wollte, war Generalvikar Hardt nur der erste der Festredner, die diesem Begriff in ihren Glückwünschen ausgiebig Platz einräumten. Immerhin sei Heinrich Kröger „der Strick, der das Bündel“ nun zusammenhalten müsse – respektive die Bündelschule. Sich in einer solchen Situation für die Stelle eines „doppelten“ Schulleiters zu bewerben, dafür bedürfe es Mut und Engagement, so Generalvikar Alfons Hardt.

Mit eben diesem Engagement, aber auch mit Humor und viel Herzlichkeit habe Herr Kröger bereits nach kurzer Zeit seinen Platz in der Schulleitung der Ursulinenrealschule eingenommen und sei seit seinem Beginn als Realschulschulleiter vor drei Jahren auf volle Unterstützung gestoßen, betonte Dietrich Wenzel als Sprecher des Lehrerkollegiums der Realschule. Und er vergaß nicht hinzuzufügen, dass die Realschulkollegen „ihren Chef“ gar nicht so gern mit den Kollegen des Gymnasiums zu teilen bereit gewesen seien und ein nun freier Parkplatz an der Realschule nicht wirklich entschädige. Als Abschieds- und Willkommensgeschenk – neben dem verliehenen Q-Vermerk – gaben die Kollegen der Ursulinenrealschule ihrem „alten“ neuen Schulleiter einen Wanderstock nebst Verpflegungsbündel mit auf den Weg. 

Der Vertreter des Kollegiums des Ursulinengymnasiums, Norbert Schnettker-Floren, stellte in seinem Grußwort fest, dass bereits jetzt eine angenehme, vertrauensfördernde Atmosphäre geschaffen wurde und formulierte eine Erwartung an den neuen Schulleiter: Er solle eine persönliche Autorität pflegen, die sich gründe auf authentischem und glaubwürdigem Auftreten, überzeugender fachlicher Kompetenz und sozialer Sensibilität. Auf diesem Weg versprach er dem solcherart eine – oder zwei – Schule(n) leitenden Heinrich Kröger ein motiviertes und kompetentes Kollegium sowie viele engagierte Eltern und Schüler. Um den täglichen Spagat zwischen zwei Schulen und drei Unterrichtsgebäuden bewältigen zu können, überreichte der Lehrerrat symbolisch ein Paar Laufschuhe. 

Für eine fröhliche und entspannte Stimmung sorgten die erfrischend unaufgeregten Schülervertreter beider Schulen, die auch die Ehefrau des neuen Schulleiters mit Blumen und Geschenken bedachten und vorab schon ein wenig trösteten, da sie ihren Gatten nun wohl seltener zu Hause zu Gesicht bekommen werde, wenn er ab jetzt Verantwortung für gleich zwei Schulen trage.

Herr Schäckel und Frau Dr. Grund als Vorsitzende der Elternpflegschaften von URS und UG sagten der Schulleitung weiterhin die Unterstützung der Elternschaft zu und sehen interessiert einer engen Verbindung beider Schulen entgegen, die in Kürze im Zusammenschluss beider Pflegschaften zu einer einzigen münden wird. 

Als einen bodenständigen und engagierten Menschen, der in die Schullandschaft der Stadt Werl passe, beschrieb Bürgermeister Michael Grossmann den neuen Ursulinen-Schulleiter und skizzierte in seiner kurzen Rede zur Amtseinführung die Verbindung von Stadt und Ursulinenschulen. Er freue sich, so Bürgermeister Grossmann, mit Heinrich Kröger in guter Tradition seiner Vorgänger zusammenzuarbeiten. Immerhin habe Kröger auch die traditionelle Siedertour bereits souverän bestanden. 

Dass der „leidenschaftliche Pädagoge“ Heinrich Kröger dem Anforderungsprofil an einen guten Schulleiter für gleich zwei Schulen gerecht werden könne, verdeutlichte Dirk Haupt als Vertreter der Werler Schulen mit einem Blick in dessen Vita und auf seine sportliche Leidenschaft. Als begeisterter Fußballfan habe Kröger eine trainierte Ausdauer und verfüge daher über einen langen Atem. 

Studiendirektor Heinrich Kröger bedankte sich in seiner Ansprache unter den „liebevollen Augen von Mutter und Ehefrau“ für die zahlreichen Glückwünsche und den überaus freundlichen Empfang sowie die Unterstützung durch die beiden Bereichsleiter – Konrad Beckmann für das Gymnasium und Rainer Dyrlich für die Realschule. Gemeinsam mit ihnen und beiden Kollegien will er Schwerpunkte setzen und die Ursulinenschulen in ihrem gemeinsamen Weg stärken und voranbringen, um das Potential möglichst aller Schüler zu schöpfen und zu entwickeln. Dazu soll vor allem auch die vertikale Durchlässigkeit dienen, die es Schülern in Zukunft erleichtern soll, von einer Schulform in die andere zu wechseln. Erste Schritte in diese Richtung sind gemacht, eine weitere Neuerung wird im erstmals aufzustellenden Team aus Realschul- und Gymnasiallehrer für die Anfang Februar anstehenden Aufnahmegespräche bestehen. Heinrich Kröger dankte „seiner“ Lehrerschaft für die gute Arbeit und verwies auf die schon bestehende Kooperation der Lehrerkollegien, was sich bereits im Austausch von Lehrern zur jeweils anderen Schulform bei personellen Engpässen bewährt habe. „Gemeinsame Gottesdienste, Feiern, Besinnungstage und soziale Projekte fanden in der Vergangenheit schon statt und werden weiter dem Zusammenwachsen dienen“, so der Schulleiter. 

Die Oberin des St. Ursula-Stiftes, Sr. Hildegard, sprach abschließend im Namen der Ursulinenschwestern ihr Grußwort und bat den neuen Schulleiter der Ursulinenschulen Werl sowie die beiden Abteilungsleiter zum gemeinsamen Foto auf die Bühne des Pädagogischen Forums, bevor sie im Namen des St. Ursula-Stiftes alle Gäste zu einem Empfang mit Sekt und Imbiss einlud. 

Großer Dank gebührt den Rednern, Organisatoren, Mitwirkenden, Helfern und Gästen dieser Amtseinführung, insbesondere den Schülern der Unter- und Oberstufenchöre, den Musiklehrern Herrn Pieper und Herrn Haake sowie der Lehrerband.  

Text: Ina Fischer

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