Schule und Erziehung

Schüler und Studierende des Edith-Stein-Berufskollegs besuchen Le Mans

Der Generalvikar der Diözese Le Mans, Paul Antoine Drouin, führte die Gruppe am Abend durch die Kathedrale.Paderborn, 16.12.2013 Im Mai 2013 zeichnete Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren das Edith-Stein-Berufskolleg für das Projekt „Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft“ – Vergleich von Konzepten der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe in Deutschland und Frankreich“ aus. Ein wesentliches Element dieses Projektes bildete die Studienfahrt im November dieses Jahres über Paris nach Le Mans. Als Teilnehmer dabei waren Studierende der Heilpädagogik, Menschen mit besonderem Förderbedarf und die Theater-AG des Edith-Stein-Berufskollegs.

In Paris traf die Gruppe am ersten Tag Dr. Julie Sentis, die das Projekt auf französischer Seite wissenschaftlich begleitet. Die Studierenden erfuhren in ihrem Vortrag Einzelheiten über die Umsetzung der Inklusion in Frankreich. Anschließend konnten noch die Sorbonne und andere Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf besichtigt und bestaunt werden.

Gruppenbild vor dem "Lycee Professionell Prive Joseph Roussel", der Partnerschule in Le Mans Nachdem die Beteiligten in Le Mans von der französischen Partnerschule, dem Lycée Professionell Privé Joseph Roussel, freundlich empfangen worden waren, wurden die französischen Schüler und Lehrer zum Thema Inklusion vor Ort befragt. Deutsche trafen auf französische Schüler und anfallende Sprachbarrieren mussten gemeistert werden. Erste Ergebnisse der Interviews ergaben, dass das an dieser Schule praktizierte Inklusionskonzept zur unterrichtlichen und sozialräumlichen Partizipation aller Beteiligten beiträgt und sich kein Schüler benachteiligt oder bevorzugt fühlt. Im Anschluss besuchten die deutschen Gäste zwei unterschiedliche Einrichtungen der Behindertenhilfe und gewannen interessante Einblicke. Während dieser Zeit wurden einige Teilnehmer der Theater-AG, Mechthild Notz, eine begleitende Lehrerin des Edith-Stein-Berufskollegs, und die Direktorin der Partnerschule von einem französischen Radiosender interviewt. (Die Sendung wurde am nächsten Tag ausgestrahlt). Mit dem Generalvikar der Diözese Le Mans konnte in der angrenzenden Kapelle einer Ordensgemeinschaft am Spätnachmittag eine feierliche Hl. Messe in deutsch-französischer Sprache mit Taizé Gesängen gefeiert werden. Zum Tagesausklang führte der Generalvikar die deutschen Gäste durch die dunkle Kathedrale St. Julien und stellte das neue Kreuz des Künstlers Goudji, das den auferstandenen Christus darstellt, vor.

Am folgenden Tag besuchten die beteiligten Personen zusammen mit den französischen Gastgebern eine inklusive Einrichtung, die Menschen mit besonderem Hilfebedarf in unterschiedlichen Bereichen (Tierpark, Grünanlage, Apfel- und Gemüseplantage und Restaurant) Arbeit bietet. Der Tag endete im Lycée Joseph Roussel mit einem selbst verfassten Theaterstück zum Thema „Inklusion“, das die Theater-AG in französischer Sprache aufführte. Die anwesende Presse berichtet positiv darüber in der Tageszeitung.

Nach einer fast 14-stündigen Rückfahrt erreichte die Paderborner Gruppe müde, aber mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen wieder Paderborn.

Unterstützt wurde die Fahrt vom Deutsch-französischen Jugendwerk, der Stadt Paderborn und dem Förderverein des ESBK.

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