Schule und Erziehung

Kooperationsprojekt „Jugend(verbands)arbeit und Schule“ verlängert

Freuen sich über die Verlängerung des erfolgreichen Kooperationsprojekts „Jugend(verbands)arbeit und Schule“ zwischen dem Erzbistum Paderborn und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) (v.l.n.r.): Generalvikar Alfons Hardt, Msgr. Joachim Göbel (Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat), Kathrin Jäger und Sebastian Koppers (beide BDKJ-Diözesanvorsitzende im Erzbistum Paderborn), und BDKJ-Diözesanseelsorger Thomas Bensmann. Paderborn, 5.9.2013 (pdp). Zu Beginn des neuen Schuljahres erneuern das Erzbistum Paderborn und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ihren Kooperationsvertrag zur Zusammenarbeit von Jugendverbandsarbeit und Schule um weitere drei Jahre. Nach der ersten Projekthase ziehen die Kooperationspartner ein positives Resümee. Seit Sommer 2010 werden bundesweit bisher einzigartige Wege der Förderung der Zusammenarbeit beschritten. So hat der BDKJ-Diözesanverband Paderborn die Trägerschaft der pädagogischen Übermittagsbetreuung und des außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangebotes an zehn Schulen in Trägerschaft des Erzbistums übernommen.

„Es freut uns, dass wir mit dieser Kooperation die Zusammenarbeit der katholischen Jugendverbände mit den Schulen intensivieren und neue Erfahrungsräume schaffen können", so Kathrin Jäger, BDKJ-Diözesanvorsitzende. „Die ersten drei Jahre haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind". Als Kooperationspartner erhält die katholische Jugendverbandsarbeit die Chance, ihre Inhalte durch Angebote im Umfeld von Schule weiterzugeben und Schülerinnen und Schülern ihr Angebot außerhalb der Schule vorstellen zu können.

So wurden beispielsweise an der Marienschule in Hamm durch die Vernetzungen im Sozialraum enorme Möglichkeiten geschaffen. Gefördert von der Aktion Mensch konnte ein Netzwerk zwischen Jugendlichen der Gemeinde, Schülerinnen und Schülern der Realschule, Berufsschülern und Kindergartenkindern aufgebaut werden. Das Ergebnis: Lesepatenschaften, Fußballprojekte, naturwissenschaftliche Forschungsworkshops und Babysitter-Kurse unter der Partizipation aller Beteiligten.

Auch am Mallinckrodt-Gymnasium in Dortmund werden Selbstorganisation und Mitbestimmung durch die Etablierung von Klassenpaten groß geschrieben. In Kooperation mit der Katholische Studierende Jugend (KSJ) im Erzbistum Paderborn werden Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen als Paten ausgebildet, die dann als Team jeweils einer neuen fünften Klasse zugeordnet werden, um dieser das Einleben in die weiterführende Schule zu erleichtern.

Das Konzept, vor Ort den Rahmen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu buchstabieren, hat sich ausgezahlt – das Projekt geht nun für weitere drei Jahre in die zweite Runde. Neuen Aufwind erfährt das Konstrukt durch größer angelegte Projekte wie das Klimaschutzprojekt der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), die unter Mitwirken von Schülern aktiv für das Thema an allen Schulen sensibilisieren und viel Raum und Anregung für Aktivitäten und Engagement bieten will. Ebenso wird die Frage der Mitbestimmung von Schülern in Schule und Gesellschaft weiter einen Schwerpunkt bilden.

„Vor drei Jahren haben wir ein bisher einzigartiges Experiment gewagt", so Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat. „An den vielfältigen Projekten, die in dieser Zeit entstanden sind, sehen wir, dass die Kooperation für beide Seiten, Jugendverbandsarbeit und Schule, ein Gewinn war und ist. Es freut uns, dass wir auch in den kommenden Jahren gemeinsam nach Wegen suchen, Schülerinnen und Schüler in der Partizipation und Gestaltung ihres ‚Lebensraums Schule’ zu begleiten und ihnen zugleich Zugangswege zur katholischen Jugendarbeit außerhalb der Schule aufzeigen."

Am Kooperationsprojekt sind die Schulen des Erzbistums in Paderborn, Attendorn, Bad Driburg, Brilon, Dortmund, Hagen, Hamm und Meschede beteiligt. Hier sind pädagogische Mitarbeiter des BDKJ im Einsatz, um jeweils individuelle Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern, Schule und Jugendarbeit vor Ort entsprechen. (pdp-n-04.09.2013)

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