Schule und Erziehung

Sporthalle der beiden katholischen Schulen in Hamm mit Schulbaupreis NRW ausgezeichnet

Eindrucksvoll präsentiert sich die Doppelturnhalle in der Gesamtansicht.© Sonja SpeckPaderborn, 18. September 2013. Im April 2012 wurde die neue Zweifachturnhalle der Marienschule und des St. Franziskus-Berufskollegs in Hamm eingeweiht. Jetzt wurde das Gebäude der beiden katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn mit dem Schulbaupreis NRW 2013 ausgezeichnet. Bei der feierlichen Preisverleihung in Düsseldorf nahmen Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, und Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca stellvertretend für das Erzbistum Paderborn als Bauherr die Auszeichnung entgegen. Auch Mitarbeiter des ausführenden Architekturbüros Sebastian Anding aus Witten nahmen teil. Die unabhängige Fachjury lobte den Bau der Sporthalle an einer innerstädtischen Straßenecke als „ungewöhnliche und gelungene Herausforderung in gestalterischer und städtebaulicher Hinsicht“.  

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen hat mit dem Schulbaupreis NRW in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen bereits zum zweiten Mal beispielhafte Schulbauten in Nordrhein-Westfalen gewürdigt. 128 Konzepte für neue, umgebaute oder erweiterte Schulgebäude wurden in diesem Jahr eingereicht. Die Fachjury prämierte insgesamt 23 Schulen als gleichrangige Preisträger. Die Verleihung der Preise in Düsseldorf nahmen Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, und Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer, vor.

Die Bewertungskriterien bei der Auswahl der prämierten Schulbauten waren Aufenthaltsqualität und Funktionalität, Gestaltung und Qualität des Außenraums, Wirtschaftlichkeit sowie die Einbindung von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Die 810 Quadratmeter große, moderne Sporteinrichtung mit zwei gegenläufigen Pultdächern garantiert ein zeitgemäßes Sportangebot für die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler der beiden katholischen Schulen in Hamm. Die Jury des Schulbaupreises NRW zeigte sich jedoch vor allem aus städtebaulicher Perspektive überzeugt von dem Konzept der Turnhalle. Mit dem Entwurf sei die „Schließung einer Baulücke zwischen Satteldach-Wohnhäusern“ geglückt.

Im Juryurteil heißt es weiter: „Dass dies im Kontrast zur Umgebung mit Flachdach nicht nur sehr gut gelungen ist, sondern mit einem kubischen Baukörper die Straßenecke auch angemessen betont wird, stellt eine der Qualitäten dieser Arbeit dar. Durch die Anordnung der Nebenräume und der inneren Erschließung im Bereich der straßenseitigen Fassade wird die mit der Großform Turnhalle oft verbundene Unmaßstäblichkeit vermieden und eine wohltuende zweigeschossige Gliederung erreicht. Die offene transparente Eingangs- und Erdgeschosszone unterstreicht die gelungene innerstädtische Integration des Bautyps Turnhalle."

In einer solchen Atmosphäre kann Schule zu einem echten Lebensraum werden – ganz im Sinne des „Leitbilds der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn“.


Pressemitteilung zur Verleihung des Schulbaupreises NRW 2013 auf der Homepage der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

Vorstellung der Doppelturnhalle in Hamm auf www.baukunst-nrw.de (mit Bildergalerie)  

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