Schule und Erziehung

„Respekt vor dieser Lebensleistung“: Schulleiter Dr. Friedhelm Molitor in den Ruhestand verabschiedet

Domkapitular Joachim Göbel (l.) überreicht Dr. Molitor ein Gemälde des ehemaligen Knabenseminars.Kai HasenbeinBrakel, 25.6.2013  Eröffnet wurde der Tag des Abschieds mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael, anschließend erfolgte der Festakt in der Aula der Schulen der Brede, durch den Ricarda Lüttig und Lennart Waldeyer charmant führten. Matthias Koch sprach dabei im Namen der gesamten Schulgemeinschaft, als er Dr. Friedhelm Molitor seinen „Respekt vor dieser Lebensleistung“ zollte: „Die Geschichte der Brede in den vergangenen 20 Jahren ist auch Ihre Geschichte an und mit der Brede, denn mit Ihnen begann eine Zeit beispielloser Schulentwicklung und Profilierung auf nahezu allen Feldern der Schule“, so Koch weiter. Beispielhaft wurden dazu in der von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam gestalteten Festrede jene Siegel und Zertifikate aufgezählt, die unter der Schulleitung Dr. Molitors erworben wurden: Siegel der Peter-Gläsel-Stiftung, DFB-Stützpunktschule, Gütesiegel Individuelle Förderung, CertiLingua-Exzellenzlabel, Europaschule, Comeniusschule, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Und ganz aktuell, so fügte Maria Frese als Vertreterin der Lehrerschaft mit einem Augenzwinkern hinzu, sei die Brede mit dem Siegel „Schule mit exzellentem Schulleiter“ ausgezeichnet worden, das Heinrich Peters anschließend überreichte.

Gäste aus nah und fern füllten die Aula bis auf den letzten Platz.Kai HasenbeinHauptabteilungsleiter Joachim Göbel und Schulreferent Edmund Hermwille führten die Delegation an, die sich seitens des Generalvikariats von Paderborn aus auf die Reise nach Brakel begeben hatte: „Sie haben stets einen schulpolitischen Weitblick, ein sicheres Gespür für anstehende Änderung bewiesen – und dafür, was die Qualität der Schule ausmacht“, würdigte Edmund Hermwille die Verdienste Dr. Molitors. Prälat Joachim Göbel überreichte Dr. Molitor am Ende des 150-minütigen Festaktes ein ganz besonderes Präsent: ein Gemälde, das das Knabenseminar des Theodorianums zeigt, an dem der Schulleiter sein Abitur ablegte. In seiner Predigt würdigte Göbel zuvor die Tugenden des Schulleiters: “Tag für Tag in der ersten Reihe zu sein, den Kopf hinzuhalten und Verantwortung zu übernehmen: Das braucht schon ein ordentliches Maß an Standfestigkeit, Tapferkeit, Gelassenheit und Humor. Und es braucht ein gutes Team von Mitstreitern – aber auch das fällt einem nicht den Schoß, es will hart erarbeitet werden.”

Der zukünftige Schulleiter Matthias Koch würdigte die Verdienste von Dr. Molitor.Kai HasenbeinMatthias Koch betonte in seinen Ausführungen des Weiteren die außergewöhnliche Verlässlichkeit des scheidenden Schulleiters, die sich besonders darin geäußert habe, dass er einen „klaren inneren Kompass“ habe und „anderen so Orientierung“ geben konnte, die aber auch ganz pragmatisch daran zu erkennen gewesen sei, dass Dr. Molitor in seiner Zeit an der Brede nicht einen Tag wegen Krankheit versäumt hat. Diese Kontinuität habe sich auch in seiner Sorge um die Schülerinnen und Schüler gezeigt: „Eine ganze Reihe von ihnen wäre nicht mit dem Abiturzeugnis von der Brede gegangen, wenn Sie sich nicht so intensiv darum gekümmert hätten.“ Nie sei dem Schulleiter dabei ein Einsatz zu hoch gewesen, „besonders wenn es sich um Schüler handelte, die ohne Weiteres das Potenzial für unsere Schule hatten, es aber am nötigen Einsatz fehlen ließen.“

Doch damit nicht genug, Schulleiter Dr. Molitor habe in seiner Amtszeit mit so manch anderem Rekord geglänzt: Nicht nur, dass er die Namen aller Schülerinnen und Schüler, zum Teil sogar inklusive der Verwandtschaftsverhältnisse zweiten Grades beherrscht, wie Lukas Höper als Vertreter der Schülerschaft bemerkte; auch die Tatsache, dass er in seiner Amtszeit mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen eingestellt hat, die heute größtenteils noch an der Brede unterrichten, ist bemerkenswert.

Dr. Molitor selbst zeigte sich am Ende des Festaktes „überwältigt“. Besonders freute er sich darüber, dass ihm die beiden Musiklehrer Burkhard Eilebrecht und Matthias Koch zum Abschluss seiner Dienstzeit einen lang gehegten Wunsch erfüllten und eine vierhändige Mozart-Sonate an zwei Flügeln aufführten. Aber auch sein Kollegium, das nicht-lehrende Personal, die Schulsozialarbeiterin, die Raumpflegerinnen, die Eltern, die Schwestern der Brede, die Vertreter des Erzbistums, die Kirchengemeinden, die politischen Vertreter, die Kooperationspartner, die Vertreter der Schulaufsicht und des Seminars sowie seine Familie bedachte er mit herzlichem Dank.

Text Kai Hasenbein, Schulen der Brede

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