Schule und Erziehung

Besuch aus dem Bundestag beim St.-Ursula-Gymnasium (Attendorn)

Dr. Matthias Heider (MdB) mit seinen Interviewpartnern (stehend v.l) Danny Rohde, Laura Arens, Marie Töllner, Benjamin Selter sowie den Moderatorinnen (sitzend) Elisa Bitter und Louisa Klein am St.-Ursula-Gymnasium. © Kennemann Attendorn, 21.5.2013 Dass Dr. Matthias Heider (MdB) eine EU-Regelung zum optimalen Durchmesser einer Kartoffel überflüssig findet, wurde den interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 des St.-Ursula-Gymnasiums sehr schnell klar. Anlässlich des Europatages am 9.5. besuchte der CDU-Bundestags-abgeordnete die Attendorner Schule, um mit ihnen über Fragen zu Europa und insbesondere zur EU zu sprechen.

Inhaltlich vorbereitet wurde die Diskussionsrunde in den Sozialwissenschaftskursen unter Leitung von Stephanie Büdenbender und Ralf Wesbuer. Es ging in dem Gespräch jedoch nicht nur um überflüssige Richtlinien und überbordende Bürokratie, sondern auch um die große Komplexität der EU-Institutionen und des Gesetzgebungsprozesses. Diese zu vereinfachen und insbesondere den Bürgern näher zu bringen, sei eine klare Zukunftsaufgabe der EU. Angesichts des Reformbedarfes machte Dr. Matthias Heider bewusst, dass die Weiterentwicklung und das Zusammenwachsen der EU ein langfristiger Prozess sei, der nicht immer in der gleichen Geschwindigkeit ablaufe. Nachdem er die Zuhörenden in verständlichen Worten über die Ursachen der Euro-Krise informiert hatte, die im Kern eine Verschuldungskrise sei, rief der Politiker bezüglich der Euro-Krise zu Besonnenheit auf und verwies auf die positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Mit Fragen zum Lobbyismus auf europäischer und nationaler Ebene schlugen die Schülerinnen und Schüler einen Bogen zu Heiders Arbeit im Bundestag. Die Grenze zwischen Lobbyismus und Korruption ist nicht immer eindeutig zu erkennen. „Aber bereits heute ist klar: Stimmenkauf ist eine Tat, die unter Strafe steht“, so der Abgeordnete. Deutlich wurde aber auch, dass die Politik auf das Wissen der Interessengruppen angewiesen ist, um kompetente Entscheidungen fällen zu können. Auf das Verhalten der Abgeordneten im Plenarsaal angesprochen, zeigte der Politiker einen deutlichen Kontrast auf: „Die Stimmung ist lange nicht so harmonisch und konzentriert wie bei Ihnen, da fallen auch einmal unflätige Bemerkungen.“ In diesem Lob für die Schülerinnen und Schüler, die die Podiumsdiskussion nicht nur aufmerksam verfolgten, sondern auch kompetent moderierten, wird deutlich, dass alle Beteiligten die Veranstaltung als sehr interessant empfunden haben.

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