Schule und Erziehung

Gymnasium St. Xaver (Bad Driburg) trauert um Ulrich Weber

Das Gymnasium St. Xaver trauert um Ulrich Weber.Bad Driburg, 21.3.2013 Mit seinem Tod endet unwiederbringlich auch ein Stück Schulgeschichte des Gymnasiums St. Xaver in Bad Driburg. Ulrich Weber war ein Lehrer, der über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten tiefe Spuren hinterlassen hat – in der Schülerschaft und innerhalb des Kollegiums. Seine Fächer Deutsch und Geschichte vertrat er kompetent, überzeugend und authentisch – eine Haltung, die auch den Schülern nicht verborgen blieb.

Seine außerordentliche Beliebtheit und Anerkennung war gepaart mit seiner bescheidenen und zurückhaltenden Wesensart. Für die Schüler war er mehr als ein Lehrer. Für viele von ihnen war er auch Vertrauensperson und Anlaufstelle bei persönlichen Nöten. Als Stellvertreter der Mitarbeitervertretung in der Zeit von 1991 bis 2004 vermochte er durch kluge und umsichtige Beratung der Schulleitung wichtige Entscheidungshilfe zu geben.

Sein sicherlich auch von ihm selbst so gesehenes entscheidendes Wirken war jedoch das Theaterspiel an St. Xaver. Seit Mitte der 80er Jahre allmählich in das Theaterprojekt hineingewachsen, vermochte er es mit unnachahmlichem Engagement und immensem Zeitaufwand innerhalb weniger Jahre zu einem Schulereignis werden zu lassen, das im Laufe der folgenden Jahrzehnte geradezu Kultstatus erlangte. Seine Fähigkeit, junge Menschen für das Theaterspiel zu begeistern, förderte immer wieder Talente zutage, die von sich selbst nicht geglaubt hatten, dass diese Begabung in ihnen steckt. Er vermochte es, in den Schülern den Wunsch zu wecken, sich darzustellen und innerhalb der jährlich stattfindenden Kulturwoche hatte der Theaterbeitrag einen Sonderstatus – in der "Weber"-Truppe mitzuspielen, war etwas Besonderes. Am Ende einer jeden Aufführung forderten die jungen Akteure denjenigen, denen sie ihre Leistung mitzuverdanken hatten, mit begeisterten "Uli, Uli"-Rufen auf
die Bühne.

Uli Weber ließ diese doch sehr persönliche Anerkennung 'über sich ergehen'. Er war nicht der Mann fürs Rampenlicht – eher ein Mensch, der im Hintergrund wirkte und wenig Aufhebens um seine Person machte.

Das Kollegium von St. Xaver verliert mit ihm einen Menschen, dem durch sein bescheidenes und humorvolles Wesen viel Sympathie und Anerkennung entgegengebracht wurden. Nach ihm tut sich eine große Lücke auf, die sicherlich in absehbarer Zeit nicht zu schließen sein wird. Seine unwiederbringliche Abwesenheit zu akzeptieren, wird dem Kollegium über einen längeren Zeitraum noch sehr, sehr schwerfallen.

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