Schule und Erziehung

Gymnasium Maria Königin erhält Sonderpreis bei „Klima & Co“

Für ihren Beitrag zum Klimaschutz-wettbewerb errang der Projektkurs "Klima und Energie" für das Gymnasium Maria Königin einen Sonderpreis. Lennestadt, 6.5.2012 „Berlin Berlin wir fahren nach Berlin“. Dieses Fußballlied können die Oberstufenschüler des Gymnasiums Maria Königin in Lennestadt-Altenhundem voller Freude und Stolz auch bald singen. Denn die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses „Klima und Energie“ haben beim höchstdotierten deutschen Klimaschutz-Wettbewerb für Schulen einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro gewonnen. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Jury des von BP Europe und dem Zeitbild Verlag organisierten Wettbewerbs mit ihrem Konzept zur Verringerung der CO2-Emissionen an ihrem Gymnasium überzeugen. Zwar gehören ihnen nun nicht die 10.000 Euro, aber sie dürfen sich über eine Preisverleihung in Berlin freuen, die am 22. und 23. Mai stattfindet.

Getreu dem Motto „Gut Ding braucht Weil“ hatten die 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 unter der Leitung von Erdkundelehrer Manuel Vormweg circa drei Monate lang nach Möglichkeiten der Energieeinsparung gesucht. Begonnen wurde das Projekt mit einer ersten Bestandsaufnahme, wobei zunächst der absolute CO2-Ausstoß mithilfe des Strom- und Heizungsverbrauchs bestimmt wurde. Anschließend sammelten die Schülerinnen und Schüler Ideen, wie der Ausstoß von jährlich ca. 578 Tonnen CO2 reduziert werden könnte.

Schnell fielen den Schülern Schwachstellen im Hinblick auf den Energieverbrauch auf. Die über  40 Jahre alte Heizungsanlage entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Alleine durch die Erneuerung der Heizungsanlage ließe sich ein Einsparvolumen von ca. 20% erzielen.

Nicht nur die Heizungsanlage lässt laut den Energieexperten zu wünschen übrig, sondern auch der alltägliche Umgang mit Energie allgemein. So fanden die Schülerinnen und Schüler heraus, dass ein Großteil der Beleuchtung in den Klassenräumen aufgrund des Tageslichts gar nicht nötig ist. Um auch die jüngeren Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren und kostengünstig Energie zu sparen, werden demnächst in jeder Klasse „Energiescouts“ ausgebildet, die auf einen bewussten Lichteinsatz achten und nach Verlassen der Klassenräume die Heizung ausstellen.

Die Energieexperten haben neben der Berlinfahrt auch das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Denn man gewinnt nicht alle Tage 10.000 Euro. Einige ihrer Ideen werden in Zukunft mittels der 10.000 Euro in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel wird in naher Zukunft ein Energieverbrauchsanzeiger in der Pausenhalle aufgestellt. Projektleiter Manuel Vormweg betont: „Wir wollen den Energieverbrauch an unserer Schule transparent machen. Durch das Anzeigen des aktuellen Energieverbrauchs hoffen wir das Bewusstsein für die Themen Klima und Energie nachhaltig beeinflussen zu können.“ Schulleiter Berthold Schleime ergänzt: „Die Schüler haben mit großer Begeisterung die alltäglichen Schulabläufe genau unter die Lupe genommen, da ist es toll, dass sie für ihr Engagement belohnt werden.“

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