Schule und Erziehung

Mallinckrodt-Gymnasium: Demographischer Wandel - Der Politik auf den Zahn gefühlt

Volles Haus im Dortmunder Mallinckrodt-Gymnasium anläßlich der Podiumsdiskussion zum Thema "Demographischer Wandel".Dortmund, 15.5.2012 Unsichere Renten, die Zukunft des Umlageverfahrens zur Finanzierung der Renten, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und ihre Auswirkungen, Veränderungen kommunaler Strukturen oder Möglichkeiten der Familien- und Geburtenförderung: Diese und weitere Themen haben am Montag (14.05.2012) im Mittelpunkt einer politischen Diskussionsveranstaltung am Mallinckrodt-Gymnasium mit vier Abgeordneten des Deutschen Bundestags und einem Lokalpolitiker gestanden.

Unter der Moderation von Laura Krone (Q1a), Patrick Ochudlo (Q1a) und T. Steinhüser (Lehrer im Sozialwissenschafts-LK der Q1a) diskutierten die folgenden Mitglieder des Deutschen Bundestag mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe: Erich Fritz (MdB, CDU), Ulla Jelpke (MdB, Die Linke), Michael Kauch (MdB, FDP), Markus Kurth (MdB, Bündnis 90 / Die Grünen) und Kai Neuschäfer (SPD).

Podiumsdiskussion in einem Planspiel vorbereitet

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Podiumsdiskussion hatten die Schüler des Leistungskurses in der Katholischen Akademie Schwerte, die - neben der Bank für Kirche und Caritas aus Paderborn - Mitveranstalter der Veranstaltung war, an einem Planspiel zur Zukunft des Generationenvertrags teilgenommen. Dabei hatten sie die Erkenntnis gewonnen, dass die verschiedenen Generationen in der Gesellschaft zum Teil unterschiedliche Interessen vertreten und der Generationenvertrag aufgrund des sich abzeichnenden demografischen Wandels bedroht ist. Fragen und Forderungen an die Politik, die für die Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels verantwortlich ist, wurden in diesem Wochenendseminar formuliert und in der Podiumsdiskussion an die Politiker gerichtet.

Wie zu erwarten war, wurden schnell unterschiedliche Positionen zur Frage staatlicher Eingriffe in marktwirtschaftliche Prozesse und zur Gestaltung sozialer Veränderungen deutlich. Die Abgeordneten der Koalition verwiesen auf die verschiedenen Maßnahmen der Bundesregierung und der eigenen Fraktion zur Sicherung der Löhne und Renten sowie zur Förderung junger Familien. Dem widersprachen die Abgeordneten der Opposition, die die Bundesregierung aktiver im Kampf gegen die fortschreitende soziale Ungleichheit sehen wollten und weitergehende Maßnahmen zur Gestaltung einer auch zukünftig gerechten Gesellschaft forderten.

Lebhafte Diskussion auch im Plenum

Vor der Podiumsdiskussion präsentierten sich das Vorbereitungsteam und die Politiker der Kamera.Die lebhafte Diskussion wurde durch zwei Videodokumentationen aufgelockert, in denen Dortmunder Bürger zu Wort kamen und ihre Forderungen an die Politik formulierten. Vom Leistungskurs ausgesuchte Thesen und Forderungen, die über eine Powerpoint-Präsentation vorgestellt wurden, führten die Abgeordneten immer wieder auf die Kernfrage zurück, was zu tun ist, um dauerhaft die Lebenschancen der Menschen, die in Deutschland leben, zu erhalten.

Als dann im zweiten Teil der Veranstaltung die zahlreich erschienen Oberstufenschüler (ca. 250 Schüler waren anwesend) mit einbezogen wurden, wurde die Diskussion noch lebhafter. Am Ende stand für alle die Erkenntnis, dass der demografische Wandel zu gravierenden Änderungen in der Gesellschaft führen wird und im Interesse aller Generationen der Generationenvertrag erneuert und zu einem Generationenpakt ausgebaut werden muss, um Wohlstand und Lebenschancen für alle dauerhaft zu sichern. Die politischen Entscheidungsträger drückten ihre Zufriedenheit mit der Veranstaltung aus, in der es offenkundig gelungen, ist politisch brisante Themen zu diskutieren und Lösungsansätze zu hinterfragen. Ein Erkenntnisgewinn für alle Beteiligten.

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