Schule und Erziehung

Besuch aus Kenia im Mallickrodt-Gymnasium (Dortmund)

Der Bleistift als Symbol für Bildung zeigt gleichzeitig den Spendenstand des Sponsorenlaufs.Dortmund, 20.6.2012 Besuch von einer kleinen Delegation aus Nairobi (Kenia) hatte das Mallinckrodt-Gymnasium Dortmund in den vergangenen Tagen (17.-20.06.2012). Zu Gast waren für vier Tage mehrere Betreuerinnen und Betreuer des Straßenkinderprojekts "Shangilia" in Kenias Hauptstadt sowie mehrere Schülerinnen und Schüler der angeschlossenen Schule. Es waren vier Tage, an denen beide Seiten voneinander profitierten.

Tanz, Musik, Akrobatik und ein begeistertes Publikum

Den Höhepunkt des Besuchs aus Kenia bildete der deutsch-afrikanische Abend am Montag im Forum unserer Schule. Die Gäste aus Kenia boten dabei spektakuläre Akrobatik und Tanz zu afrikanischer Musik. Außerdem spielte die Konzertband unter der Leitung von Frau Küsgen mit der Unterstützung zweier Besucher mehrere Stücke. Natürlich haben unsere Besucher auch selbst auf Trommeln und einem Antilopenhorn musiziert.

Mit ihrer Akrobatik begeisterten die Gäste aus Kenia die Besucher des Abends.Das Publikum im gut gefüllten Forum war begeistert. Von Anfang an war die Stimmung gut, doch diese steigerte sich noch, als eine Kenianerin die Zuschauerinnen und Zuschauer animierte, selbst auf die Bühne zu kommen, um zu afrikanischer Musik zu tanzen. In der Mitte der Show wurde von Herrn Stadtbäumer ein überdimensional großer Bleistift, der symbolisch für Bildung stehen soll, an den Schulleiter von Shangilia überreicht. Auf diesem Bleistift war eine Zwischensumme der beim Solidaritätslauf erlaufenen Spende zu lesen: Bisher kamen unglaubliche 10.073 Euro für das Shangilia-Projekt zusammen!

Ein besonderer Dank gilt Maranca + Jann Veranstaltungstechnik, die Lampen, Lautsprecher, etc. zur Verfügung stellten. Fazit: Es war ein spektakulärer, schöner Abend, der sich für alle Anwesenden gelohnt hat. Vor allem die Lebensfreude der afrikanischen Besucher war ansteckend.

Fußballspiel der Kulturen

Was wäre Dortmund ohne Fußball? Am Dienstag traten die Besucher aus Kenia dann zum Fußballspiel gegen Schüler der Einführungsphase an. Die Atmosphäre des Spiels war von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägt. Als beispielsweise das Team aus Kenia das Spielfeld betrat, applaudierten alle umstehenden Schülerinnen, Schüler und Lehrer kräftig. Auch während des Spiels wurden beide Seiten von der großen Zahl an Zuschauern, die aus vielen Jahrgangsstufen
stammten, unterstützt.

Bei allem sportlichem Wettstreit war das Verhältnis der Mannschaften freundschaftlich geprägt.Nach der ersten Halbzeit lag das afrikanische Team mit 2:1 verdient in Führung. Da in der zweiten Halbzeit die Bemühungen beider Teams, weitere Tore zu erzielen, scheiterten, endete dieses interessante und abwechslungsreiche Spiel mit einem Sieg des afrikanischen Teams. Reinhard Saftig, als Trainer unter anderem für Bayern München und Borussia Dortmund tätig, betreute das Fußballteam von Shangilia während des Spiels. Saftig zeigte sich von der Technik und der Athletik der afrikanischen Spieler beeindruck: „Ich habe einige große Talente gesehen.“

Auch wenn das Spiel 2:1 für die Afrikaner endete – gewonnen haben in den vergangenen vier Tagen beide Seiten. "Die Kinder lernen eine fremde Kultur kennen und schließen neue Freundschaften", betonte Schulleiter Christoph Weishaupt. Wer dabei Geldnehmer sei und wer der Geber, sei für die Kinder unwichtig.

Sie sind hier: Katholische Schulen
Erzbistum Paderborn