Schule und Erziehung

Ein Ort für körperliche, geistige und seelische Stärkung: Neue Sporthalle der beiden katholischen Schulen in Hamm eingeweiht

Zufrieden mit dem abgeschlossenen Bauprojekt (v. l. n. r.): Rolf Gebker vom Bauamt des Erzbischöflichen Generalvikariats, Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca, Msgr. Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, Schulleiter Josef Brockmeyer und Rektor Wolfgang Vonstein.Paderborn, 26.4.2012 (pdp) Früher sprudelte dort, wo jetzt die neue Zweifachturnhalle an der Ecke Brüderstraße/Antonistraße steht, eine Quelle: Bei den Ausschachtungsarbeiten wurde ein mittelalterlicher Brunnen aus dem 14. Jahrhundert entdeckt. Heute steht auf diesem Fundament eine Stätte, die als Quelle von körperlicher, geistiger und seelischer Stärkung dient – denn all das leistet Sportunterricht gemäß dem „Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn“.

Auf dieses Leitbild wies nicht nur Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, hin. Im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker war er nach Hamm gekommen, um die Halle ihrer künftigen Bestimmung zu übergeben. Die weiteren Festredner vom Hammer Oberbürgermeister über Vertreter des Fördervereins, der Elternpflegschaft und Schülerschaft bis hin zum Architekten brachten die Bedeutsamkeit des Sports für den Menschen ebenfalls zum Ausdruck. Mit einem Rundgang durch alle Räume segnete Monsignore Göbel die neue Halle ein: „Wir wollen den Segen Gottes erbitten für diese neue Sportstätte, in der ihr hoffentlich nicht nur viel Freude am sportlichen Miteinander haben werdet, sondern auch von Verletzungen verschont bleibt“, so Monsignore Göbel.

Erbaten Gottes Segen für den künftigen Unterricht in der neuen Sporthalle: Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca und Monsignore Joachim Göbel.Die Einweihung der Halle stand am Ende eines langen, doch erfolgreichen Weges beim Suchen einer Lösung für ein zeitgemäßes Sportangebot an den beiden Schulen. Für die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler beider Schulen war die gemeinsam genutzte alte Halle aus den Fünfziger Jahren zu klein geworden.

Jetzt ist eine geräumige 810 Quadratmeter große, moderne Sporteinrichtung entstanden, die den Schülern aus der Marienschule und dem Franziskus-Berufskolleg reichlich Platz zum sportlichen Verausgaben bietet. Zwei gegenläufige Pultdächer bedecken die beiden Hallenteile – ein Flachdach und kostspielige Reparaturarbeiten wurden so vermieden. Alle Projektbeteiligten waren sich einig: Die neue Halle ist ein städtebaulicher Gewinn.

Wolfgang Vonstein, Rektor der Marienschule, und Josef Brockmeyer, Schulleiter des Franziskus-Berufskollegs, begrüßten als Gastgeber die Gäste, die zur Einweihung der Halle gekommen waren. „Diese Investition sorgt nachhaltig dafür, dass Hamm als katholischer Schulstandort wahrgenommen wird“, zeigten sich die beiden Schulleiter überzeugt. Ihren Dank richteten sie an den großen Kreis der Projektbeteiligten, allen voran an das Erzbistum Paderborn als Träger und Bauherr: „Wir danken dem Erzbischöflichen Generalvikariat, vor allem der Hauptabteilung Schule und Erziehung und ihrem Leiter Monsignore Joachim Göbel sowie dem Bauamt unter der Leitung von Diözesanbaumeisterin Emanuela von Branca für die fachlich kompetente Unterstützung und vertrauensvolle Begleitung in den letzten Jahren“, sagte Wolfgang Vonstein. Auch der Stadt Hamm sei ein großes Dankeschön auszusprechen, dass sie den Verkauf des Grundstücks so kooperativ und im Sinne der beiden Schulen und ihres Trägers abgewickelt habe, ergänzte Josef Brockmeyer. Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann erwiderte in seinem Grußwort: „Wir haben mit dieser Sporthalle gemeinsam ein städtebauliches und ein schulisches Problem zugleich gelöst.“

Nicht zuletzt dankten Wolfgang Vonstein und Josef Brockmeyer dem ausführenden Architekturbüro Sebastian Anding aus Witten: „Sie haben dafür gesorgt, dass die Funktionalität der Halle und deren Architektur in einer ausgewogenen Balance zueinander stehen“, sagte Josef Brockmeyer. Sebastian Anding zeigte sich zufrieden mit dem Projekt. Den Schülern und Schülerinnen gab er als Nutzern der Halle eine ganz besondere Motivation mit auf den Weg: „Legt euch im Unterricht richtig ins Zeug, denn die Lüftungsanlage und Energiegewinnung hier ist auf euer Schwitzen programmiert. Kurzum: Mit eurem Schweiß wird hier geheizt!“

Auch Msgr. Joachim Göbel (M.) staunte bei der Breakdance-Einlage verblüfft.Nicht nur die beiden Schulen profitieren von der neuen Sportstätte. Sie wird auch anderen Vereinen zum Training offen stehen, so etwa der Behindertentanzgruppe „Handycap-Dancer“, denn sämtliche Zugänge sind komplett barrierefrei gestaltet. „Damit integriert die Halle nicht nur unsere beiden Schulen, sondern viele unterschiedliche Sportbegeisterte unserer Stadt“, freute sich Wolfgang Vonstein. „Damit haben wir der Stadt auch inhaltlich etwas für den Verkauf des Grundstücks an das Erzbistum zurückgeben können“, ergänzte Josef Brockmeyer.

Stellvertretend für die nicht-schulischen Nutzer der Halle bereicherten die „Handycap-Dancer“ die Einweihungszeremonie mit einer fröhlichen Darbietung. Ebenso begeisterte eine Gruppe junger Breakdancer die Gäste mit halsbrecherischen Tanzeinlagen zu flotten Beats. Für feierliche Atmosphäre sorgte die Bläserklasse der Marienschule, die die Zeremonie musikalisch untermalte und das große Te Deum zum Abschluss begleitete.

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