Schule und Erziehung

"Angebotsschule mit eigenem Profil"

Generalvikar Alfons Hardt feierte mit der Schulgemeinde der Schulen der Brede zu Beginn seines Besuches einen Gottesdienst. Paderborn / Brakel, 11. Januar 2012. Generalvikar Alfons Hardt besuchte am Mittwoch die von der Stiftung Schulen der Brede getragene neue Bündelschule in Brakel. Im Gespräch mit Schulleiter Dr. Friedhelm Molitor, Lehrern, Schülern und Eltern informierte sich Generalvikar Hardt als Vorsitzender der Stiftung Schulen der Brede über die seit dem laufenden Schuljahr bestehende pädagogische Einheit von Gymnasium, Berufskolleg und Realschule, die seit dem 1.1.2012 auch eine wirtschaftliche und verwaltungsmäßige Einheit bilden. Begleitet wurde er von Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat.

Generalvikar Alfons Hardt feierte mit der insgesamt 1224 Schüler und 80 Lehrer umfassenden Schulgemeinschaft der Schulen der Brede in der Turnhalle den Eröffnungsgottesdienst des Jahres 2012. Schüler und Lehrer hatten den Wortgottesdienst unter dem Motto „Wir gehen in ein neues Jahr“ vorbereitet. Es sei ihm wichtig, dass in der Schule gelernt werde, nach dem Wichtigsten für das menschliche Leben zu fragen und miteinander Antworten zu suchen, sagte Generalvikar Hardt in seiner Ansprache. „Unser Leitbild für die katholischen Schulen des Erzbistums Paderborn durchzieht diese Frage: Es ist die Frage nach dem gelungenen Leben, nach dem Fundament, nach dem Sinn, letztlich die Frage nach Gott.“

Gymnasium, Berufskolleg und Realschule sind jetzt eine Bündelschule, getragen von der Stiftung Schulen der Brede. V.l.n.r.: Schulseelsorger Monsignore Franz Josef Hövelborn, Edmund Hermwille, Generalvikar Alfons Hardt, Schulleiter Dr. Friedhelm Molitor, Monsignore Joachim Göbel. An Weihnachten werde gefeiert, dass der zeitlose und ewige Gott als Kind zur Welt gekommen sei, so Generalvikar Hardt weiter. Mit der Menschwerdung habe Gott die menschlichen Zeitläufe wie Kinderzeit, Jugendzeit, Zeit der Reife zu seiner Zeit gemacht. So habe er jede Zeit geheiligt, ihr die Möglichkeit gegeben, erfüllte Zeit zu sein. Es sei zentral, den Lebensweg mit Jesus Christus gemeinsam zu gehen, sagte Generalvikar Hardt zum Abschluss seiner Ansprache. „Euch und Ihnen allen wünsche ich einen erfüllten gemeinsamen Weg: miteinander, als Gemeinschaft der Schule und mit Jesus Christus, dem wahren Herrn unserer Zeit.“

Das Erzbistum Paderborn verstehe die Schulen in kirchlicher Trägerschaft als „Angebotsschulen mit einem eigenen Profil“, sagte Generalvikar Alfons Hardt im Gespräch mit der Schulleitung und den Lehrern der Schulen der Brede. „Die Schulen sind ein Schwerpunkt in unserem Erzbistum.“ Es sei ein Anliegen von Erzbischof Hans-Josef Becker, möglichst einen Priester als Religionslehrer und Schulseelsorger in den vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen zu haben.

Bei einem Rundgang durch die Schulen der Brede lernte Generalvikar Alfons Hardt die unterschiedlichen Klassen- und Fachräume der Schule kennen. Schulleiter Dr. Friedhelm Molitor dankte Generalvikar Alfons Hardt, Monsignore Joachim Göbel und Edmund Hermwille von der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung, die beispielsweise in der Turnhalle erkennbar sei.

Durch die Bündelschule könne der Sach- und Mitteleinsatz besser gesteuert werden und der Personaleinsatz sei effektiver. Der größte Vorteil liege in der Durchlässigkeit der Schule und der Transparenz für die Schüler, die nun zwischen Realschule, Gymnasium und Berufskolleg leichter wechseln könnten. Die Schüler könnten jetzt auch zwischen G8 und G9 auf dem Weg zum Abitur wählen. Bisher könne eine „positive Bilanz“ gezogen werden, sagte Schulleiter Dr. Molitor. Die Realschule werde gut angenommen, die Aufnahmezahlen am Gymnasium seien konstant, allein die Anmeldezahlen am Berufskolleg seien leicht rückläufig, was darin begründet sei, dass mehr Schüler zum Gymnasium wechseln würden, um dort das Abitur zu machen, oder eine betriebliche Ausbildung beginnen würden.

Die 28 Schülerinnen und Schüler der neu gegründeten Realschule seien gut angekommen und würden sich wohl fühlen, sagte Elisabeth Zurhove, Abteilungsleiterin Realschule an den Schulen der Brede. „Wir wollen, dass unsere Realschule eine attraktive Schule ist.“ Dazu gehöre auch, dass die ganze Schulgemeinde der Schulen der Brede, insgesamt rund 1.500 Schüler, Lehrer und Eltern als Begleitpersonen im September 2012 für eine Woche nach Rom fahren, so Schulleiter Dr. Molitor.

Generalvikar Alfons Hardt im Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern der neuen Bündelschule im Lehrerzimmer. Bei einem Rundgang durch die Schule besuchte Generalvikar Hardt verschiedene unterrichtliche Angebote der neuen Bündelschule und informierte sich im Gespräch mit der Schulleitung, Lehrern, Schülern und Elternvertretern über das vielfältige Angebot der Schulen der Brede. Die Atmosphäre beim Gottesdienst in der Turnhalle mit den rund 1.200 Schülerinnen und Schüler habe ihn beeindruckt und er freue sich, unter den Lehrerinnen und Lehrern ein gutes Klima wahrzunehmen, sagte Generalvikar Hardt zum Abschluss seines Besuches.

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