Schule und Erziehung

"Gott wird Mensch - und das nicht nur an Weihnachten" - Erzbischof Hans-Josef Becker schreibt Weihnachtsgrüße an die Religionspädagogen im Erzbistum Paderborn

Erzbischof Hans-Josef Becker ist Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz Paderborn, 19.12.2011 In seinem Schreiben an die Religionslehrerinnen und -lehrer im Erzbistum Paderborn stellt Erzbischof Hans-Josef Becker die Weihnachtsbotschaft in den Mittelpunkt seiner Betrachtung: "Gott wird Mensch - und das nicht nur an Weihnachten. Seine Menschwerdung wird in und durch uns lebendig und glaubhaft. Sie begeistert bis auf den heutigen Tag. Sie will Gott die entscheidende Rolle in unserem Leben geben; sie kann Strukturen und Gesellschaften verändern."

Er dankt den Religionspädagogen für ihren Dienst und ruft in Erinnerung, dass sie ein überzeugendes Beispiel dafür seien, wie Gott unter uns wieder oder ganz neu zum Thema gemacht werden könne: "Sie reden an einem Ort von Gott, wo er scheinbar nicht mehr auftaucht – und doch präsenter ist, als wir glauben. Ihnen – übrigens auch den Erzieherinnen in den Kindergärten – ist es zu verdanken, dass die Rede von Gott in weiten Bereichen unserer Gesellschaft nicht tabuisiert oder bereits längst vergessen ist. Im Dienst der Kirche stehend, sind sie in der Tat die „Pioniertheologen“ von heute: Frauen und Männer, die Kindern und Jugendlichen aus der Perspektive des christlichen Glaubens Lebensorientierung ermöglichen. Im Alltag der Schule gelingt es Ihnen immer wieder, junge Menschen erahnen zu lassen, was „Leben in Fülle“ heißt. Damit erfüllen sie einen zutiefst missionarischen Auftrag in einer profanen Gesellschaft und motivieren uns, in den Bezügen, in denen wir leben, Zeichen zu setzen: dafür, dass sich die Frage nach Gott noch längst nicht erledigt hat und dass wir Christen mit einem Gott unterwegs sind, der einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte hat."

Die Lesungen der Liturgie in den adventlichen Tagen der Vorbereitung waren geprägt vom Propheten Jesaja. Diesen Ruf des Alten Testaments nehmen auch die Religionslehrerinnen und -lehrer in ihrer täglichen Praxis auf, so Erzbischof Becker: "Sie ...  machen sich nicht nur in den Tagen des Advents, sondern tagtäglich auf, um in der Schule von diesem Licht Zeugnis zu geben. Dabei helfen Sie den Schülerinnen und Schülern, durch Reflexion und Einübung unseren Glauben an den in Jesus von Nazaret Mensch gewordenen Gott in seiner Bedeutung für die großen Fragen des Lebens zu erschließen. Sie tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mehr und mehr fähig werden, den Glauben der Kirche, in die sie hineingetauft wurden, zu verstehen, ihn auszusagen und zu leben. Ihr religionspädagogischer Dienst in der Schule ist aus dem Auftrag der Kirche heraus ein notwendiger Dienst an der Gesellschaft."

 

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