Schule und Erziehung

Mit Praktika zum Ausbildungsplatz - Gesprächsforum am Berufskolleg Brede

Brakel, 7.11.2011 Praktika dienen der beruflichen und persönlichen Orientierung. Sie zeigen, dass sich Schüler engagieren und ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand nehmen. Schüler, die Praktika absolvieren, finden eher und leichter einen Ausbildungsplatz als Schüler, die – aus welchen Gründen auch immer – keine Praktika absolvieren.

Teilnehmer des Gesprächsforums der Wirtschaft sowie von Eltern, Schülern und Lehrern (v.l.n.r.): Frau Brakhahne, Herr Frewer, Herr Roland, Herr Beßler, Herr Oeselke, Frau Peters; Frau Singer-Raapke, Herr Bick, Frau Hülsmann, Herr Dück, Frau Tegethoff, Herrn Seck, Herrn Grone, Herrn Göke Weil aber nicht alle Schüler so engagiert sind und ihre Zukunft zu wenig ins Visier nehmen, hat jetzt das Berufskolleg Brede das Gesprächsforum „Schule - Praktika – Ausbildung“ einberufen, an dem Unternehmervertreter, Vertreter von Banken und Verwaltung, Eltern und Schüler sowie die Lehrer der Schule teilgenommen haben.

Das Forum bot eine willkommene Gelegenheit zum Austausch zwischen Schülern, Eltern, Unternehmern und den Lehrern. Es hat das Kollegium darin bestätigt, für alle Schüler des Berufskollegs Praktika verpflichtend anzusetzen.


Vier Wochen verbindliches Betriebspraktikum

Konkret bedeutet das, dass für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Höheren Handelsschule vier Schulwochen für ein verbindliches Betriebspraktikum zur Verfügung stehen. Die Schüler können sich diese vier Wochen Praktika, wenn sie im Bereich Wirtschaft und Verwaltung absolviert werden, zudem für den Erwerb der vollen Fachhochschulreife anrechnen lassen. Hierfür müssen insgesamt 24 Wochen Praktika gesammelt werden.

Aber auch für die Schüler der Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums sind Praktika wichtig; für sie werden deshalb zwei Wochen verbindlich angesetzt.

Lehrpläne und Anforderungen der Wirtschaft

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Gesprächsforums war der Austausch mit den Unternehmervertretern über die Kenntnisse und Grundlagen der Schüler in den Fächern Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Informatik, Deutsch, Englisch und Mathematik. Es zeigte sich, dass die Vorgaben der Lehrpläne auf der einen Seite und die Anforderungen der Wirtschaft auf der anderen Seite sehr stark auseinander driften. Während die Lehrpläne darauf abstellen, die Studierfähigkeit der Schüler und Schülerinnen zu erreichen, erwarten die Vertreter der Wirtschaft und Verwaltung sichere und anwendbare Grundkenntnisse.

Aktion Schüler helfen Schülern

Ein Instrument, Defizite bei Schülern abzubauen, ist die Aktion „Schüler helfen Schülern“, das mit diesem Schuljahr neu am Berufskolleg Brede installiert wurde. Hierbei helfen Schüler, die in bestimmten Fächern gut sind, anderen Schülern, die in bestimmten Fächern Rückstände haben. Es zeigt sich, dass sehr viele Schüler diese Möglichkeiten wahrnehmen, sowohl was das Angebot betrifft, als auch was die Nachfrage betrifft. Weil bei dieser Maßnahme jeweils ein Schüler hilft und nur ein Schüler Hilfe erhält, ist dies ein sehr intensives Instrument.

 

 

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