Schule und Erziehung

Seine Lebensgeschichte ging allen nahe: "Hitlerjunge Salomon" Sally Perel zu Gast an den Schulen der Brede

Bad Driburg, 4.10.2011 Schon seit vielen Jahren besucht Sally Perel, der „Hitlerjunge Salomon“, immer wieder die Schulen der Brede. Am 26. September war er aus Israel angereist, um den Schülern der Jahrgangsstufe 9, der EF sowie des Berufskollegs eindringlich über sein Leben während der Nazi-Zeit zu berichten.

Dr. Friedhelm Molitor (Schulleiter Schulen der Brede), Sabine Dunschen (Gymnasium Brede), Sally Perel und Eva Huesmann (Organisatorin der Lesereise)C. Aldenhoff/K. Hasenbein In der Uniform eines Hitlerjungen hatte der jüdische Sally Perel den Holocaust an seinem Volk überlebt. Viele Jahre nach dem Ende des Krieges schrieb er seine Erinnerungen auf. Daraus wurde ein Bestseller, den sich viele Schüler nach dem Vortrag kauften. In der Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ beschreibt er eindrucksvoll das Geheimnis seiner doppelten Identität und schildert seine schrecklichen Erlebnisse während des zweiten Weltkrieges. Daraus entstand später der gleichnamige Film.

Der Zeitzeuge begrüßte die Schüler mit dem hebräischen Wort „Schalom“ (Frieden). Darauf folgte seine emotional geschilderte Geschichte, die vielen Schülern nahe ging. Sie bewunderten, dass er die Kraft hatte, alleine, mit 16 Jahren und einem Decknamen, die Nazi-Zeit als Jude zu überleben. Getrennt von seiner Familie schaffte er die Flucht nach Ostpolen mit seinem älteren Bruder, von dem er jedoch getrennt wurde. Er musste über seine wahre Identität schweigen und vier Jahre lang in einem Hitlerinternat in Angst leben. Nach Kriegsende wollte er nicht mehr in einer Minderheit in Deutschland leben und wanderte nach Israel aus.

Die Schüler drückten ihr Mitgefühl durch aufmerksames Zuhören aus. Zum Schluss bekamen die Jugendlichen den Auftrag, ihr gerade erlangtes Wissen als Zeitzeugen weiterleben zu lassen. Sie sollen die Wahrheit in ihren Familien und unter ihren Freunden weitergeben und so verhindern, dass eine solche Katastrophe noch einmal passiert.

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