Schule und Erziehung

100 Jahre "Heiliger Berg" - Jubiläum der Ursulinen in Attendorn

Eine der ersten Aufnahmen des Ursulinenklosters in Attendorn im Jahr 1911.Attendorn/ Paderborn, 6. Juli 2011 „Eine schöne, erhebende Feier fand heute im neuen Ursulinenkloster statt.“ Mit diesen Worten beginnt der Bericht der Attendorner Zeitung vom 3. August 1911 über die Einweihung des Klosterneubaus auf dem Wolfstein wenige Tage zuvor. Bereits am 1. Juli waren die Schwestern des Ursulinenordens gemeinsam mit ihren Internatsschülerinnen aus ihrem seit 1907 bewohnten Quartier im ehemaligen Franziskanerkloster aus der Stadt hinauf in das neue Gebäude gezogen.

Aus diesem Anlass vor genau 100 Jahren feierten die Kollegien der St.-Ursula-Schulen gemeinsam mit dem Konvent der Ursulinen eine Dankmesse in der Schulkapelle. In seiner Predigt bezeichnete Schulseelsorger Präses Michael Lütkevedder die St.-Ursula-Schulen als das „Tor zum Himmel“, wenn nicht sogar als den „Himmel auf Erden“. Damit ist zum Teil wohl die Wahl des Wolfsteins als Bauplatz durch die damalige Oberin wegen der von ihr dort erfahrenen Nähe zu Gott gemeint. Insbesondere bezieht sich diese Bezeichnung aber auf den Geist, der das Leben der Schwestern, der Lehrer und Schüler geprägt hat und bis heute prägt.

Im Anschluss an die Messe wurde vom Schulleiter des Gymnasiums Markus Ratajski eine Jubiläumsausstellung zur baulichen Entwicklung der Kloster- und Schulanlage feierlich eröffnet. Sie gewährt einen Blick in das Fotoarchiv des Konvents sowie in Bauunterlagen speziell zu den Gebäuden aus den Jahren 1911 und 1928, während die Erweiterungsbauten in Kürze dokumentiert werden. Abgerundet wird die Ausstellung durch Modellbauten als alternative und moderne Entwürfe zum ersten Klosterbau, die im Kunstunterricht der Jahrgangstufe 11 angefertigt wurden.

Der ehemalige Klosterbau in einer aktuellen Ansicht beherbergt nun das Gymnasium St. Ursula.Denn der beeindruckende, im Barockstil gehaltene Bau hoch über Attendorn war und ist nicht zu übersehen. Schon kurz nach der Fertigstellung war im Volksmund liebevoll von der „Akropolis von Attendorn“ und dem „Heiligen Berg“ die Rede. Denn auch von außen fällt als erstes der Blick auf das Herzstück des Hauses, die Kapelle. Diese hat als einziger Raum außer einer Neuausmalung im Jahr 1947 nie eine Veränderung erfahren. Und Veränderungen gab es viele: 1928 wurden ein neuer Schulflügel und die Turnhalle angebaut, 1954 erfolgte einer Erweiterung des Klosterbaus. Bereits vier Jahre später fand die Grundsteinlegung für die neue, inzwischen abgerissene, Realschule statt. Im Jahr 1969 war der Neubau des Schwesternhauses erforderlich sowie fünf Jahre später der eines Gymnasialbaus. Die große Dreifach-Sporthalle wurde im Jahr 1982 errichtet. Die letzte große Veränderung wurde in den Jahren 1995 bis 1997 mit dem Abriss und Neubau der Realschule sowie des Forums und der Cafeteria durchgeführt. Ihre außergewöhnliche Architektur geben in Verbindung mit den alten Barockbauten den St.-Ursula-Schulen heute ihr unverwechselbares Gesicht. Und alles wäre nicht möglich gewesen ohne den unermüdlichen Einsatz der Schwestern des Ursulinenordens über all die Jahre hinweg.

 

Sie sind hier: Katholische Schulen
Erzbistum Paderborn