Schule und Erziehung

Aids-Truck zu Gast in der Ursulinenrealschule Werl

Der Aids-Truck von missio zu Gast bei der Ursulinenrealschule in WerlWerl, 5.3.2011 WERL 8 Uhr morgens. Den Schülern und Schülerinnen der Ursulinenrealschule in Werl bietet sich ein ungewöhnliches Bild: Ein bunt bemalter Truck "schmückt" das Schulgelände. Zwei Mitarbeiterinnen des katholischen Hilfswerks missio laden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 10 zu einer multimedialen Reise nach Afrika ein.

Am Eingang des Trucks wird ihnen ein MP3-Player mit einem 30 Minuten Hörspiel überreicht. Dabei werden die jungen Besucherinnen und Besucher in die Rolle eines südafrikanischen Jungen oder eines ugandischen Mädchens versetzt und können deren Lebenssituation nacherleben. Auf einem Rundgang durch den Missio-Aids-Lkw besichtigen die Jugendlichen auf einer multimedialen Reise als begehbare Collage durch Afrika sieben Räume. Sehr erlebnisorientiert und interaktiv lernen die Schülerinnen und Schüler Ursachen, Folgen und Zusammenhänge von HIV/Aids verstehen.

"Es war schon spannend, so anschaulich über die scheinbar alltagsferne afrikanische Problematik der Krankheit Aids aufgeklärt zu werden", so Annette Kochanek, Lehrerin an der Realschule, die den Besuch des Trucks organisiert hat.

Multimedial informierten sich die Schüler über die Aids-Problematik in Afrika.Vor und nach dem Besuch im Truck wurden die Jugendlichen über die besondere Situation der HIV-Infizierten Afrikas informiert. Auch das heikle Thema Aids und Vorsorge wurde nicht ausgespart. Im Anschluss wurde im Klassenraum ein zwölfminütiges Video gezeigt. Hier erzählt die 17-jährige Zanele ihr Leben: von der Mutter ausgesetzt, von Fremden aufgenommen, dort vergewaltigt und seitdem HIV-positiv. Trotzdem verzweifelt die junge Frau nicht und zeigt ihre neue Heimat in einem Kinderheim in Südafrika. Sie möchte später mit Kindern arbeiten und ihnen die Liebe geben, die sie nie erhalten hat.

Laura Jakobi, pädagogische Fachkraft im Aids-Truck, leitete die anschließende Nachbesprechung und klärte die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Sie erläuterte die Hilfsprojekte vor Ort. Vorbereitet wurde der Besuch des Trucks mit einer Lerneinheit durch die Lehrer. Hier wurden die Situation der Infizierten in Deutschland, die Übertragungswege und die Schutzmaßnahmen mit den Jugendlichen erarbeitet.

Weitere Informationen unter www.aids-truck.de. Auskunft erteilt missio Diözesanreferent im Erzbistum Paderborn, Christian Wütig, Tel. 05251/125-1536, Mobil: 0163-2535441, missio@erzbistum-paderborn.de.

Quelle: Werler Anzeiger vom 5.3.2011

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