Schule und Erziehung

Drei Bäume wider das Vergessen und für Toleranz. Ursulinenrealschule schenkt Dr. Hans-Jürgen Zacher Baumpatenschaft in Israel

Dr. Hans-Jürgen Zacher (4.v.l.) erhält die Urkunde für die Baumpatenschaft in Israel.Werl/ Paderborn 3.2.2011 Bereits zum wiederholten Male leitet Herr Dr. Hans-Jürgen Zacher einen Projekttag zum Thema „Geschichte der Juden in Werl“ für die Schülerinnen und Schüler der beiden 10. Klassen der Ursulinenrealschule.

Als besonderes Zeichen der Anerkennung und Dank für seine geleistete Arbeit im christlich-jüdischen Dialog und Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Werl überreichten Vertreter der Schulgemeinde Dr. Hans-Jürgen Zacher eine Urkunde über eine Baumpatenschaft für drei Bäume in Israel.

Durch das Engagement des Politik- und Geschichtslehrers Ulf Schriewer besteht seit einiger Zeit der Kontakt zu Herrn Dr. Zacher. Quer durch Israel zieht sich bereits ein buntes Band von Wäldern, Wasserreservaren und vielen anderen Umweltprojekten des jüdischen Nationalfonds e. V. Es sollen noch mehr werden, denn sie alle zeugen von der Freundschaft, von der Brücke zwischen Deutschland und Israel, Christen und Juden.

Daran wird die Ursulinenrealschule künftig intensiv mitarbeiten und sich mit den Wurzeln des christlichen Glaubens stetig erinnernd auseinanderzusetzen. Sinn und Zweck der Zusammenarbeit zwischen Dr. Zacher und der Schule ist neben den Kenntnissen über die Vorgänge während der Zeit des Nationalsozialismus und den Geschehnissen des Holocausts auch die Bekräftigung, dass die Schrecken der Geschichte nicht vergessen werden dürfen, dass wir die Erinnerung an sie bewahren und die Lehren daraus für die Gegenwart und Zukunft ziehen müssen. Die Opfer verpflichten alle Formen von Diskriminierung und Gewalt zu ächten und jeder Art des Hasses und der Ausgrenzung entgegenzutreten.

Gerade als katholische Schule sieht die Ursulinenrealschule sich diesen Zielen in besonderer Weise verpflichtet. Gerade in dem Jahr, in dem der Bau der Werler Synagoge sich zum 200. Mal jährt, die erste Verhaftung eines jüdischen Bürgers, Dr. Heinz-Dietrich Feldheim, 75 Jahre her ist und das Ende der jüdischen Gemeinde Werl sich zum 70. Male jährt, wird durch diesen symbolischen Akt an die jüdische Gemeinde in Werl erinnert.

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