Schule und Erziehung

"Berufen zum Dienst am Heil der Welt" - Erzbischof Hans-Josef Becker schreibt Weihnachtsbrief an die Religionspädagogen im Erzbistum Paderborn

Erzbischof Hans-Josef Becker ist Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz Paderborn, 16.12.2010 „Berufung, auch zur Religionslehrerin und zum Religionslehrer, ist eine Grundkategorie unseres Glaubens an einen Gott der Menschen, der in die Geschichte dieser Welt eingetreten ist und in ihr handelt. Wir sind seine Verbündeten im Dienst am Heil der Welt. Wir alle sind seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!" So lautet einer der zentralen Sätze im Weihnachtsschreiben von Erzbischof Hans-Josef Becker an die Religionslehrerinnen und -lehrer im Erzbistum Paderborn.

Der Erzbischof stellt den Religionsunterricht in den Kontext der "Perspektive 2014", die unter dem biblischen Leitwort steht: "Denn wir schauen aus nach dir" (Ps 33,22). Das Erzbistum Paderborn, so Erzbischof Becker, habe sich vorgenommen, "bei all unseren Bemühungen dem Weiterleben des Glaubens in unseren Breiten den Vorrang einzuräumen. Wir wollen alle Kräfte darauf konzentrieren, dass es auch morgen und übermorgen noch Menschen gibt, die aus Überzeugung katholische Christen sind! Neue Strukturen und innovative Konzepte sind in der gegenwärtigen kirchlichen Stunde wichtig, entscheidend aber sind die Menschen, die durch ihr persönliches, authentisches Zeugnis die Alltags- und Zukunftstauglichkeit der frohen Botschaft unseres Glaubens unter Beweis stellen. Gerade Sie als Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind hier besonders gefragt!"

Erzbischof Becker, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Kommission VII (Erziehung und Schule) der Deutschen Bischofskonferenz ist, lädt die Religionspädagogen ein, sich mit ihrem speziellen Auftrag im Schuldienst der „Pastoral der Berufung“ aller Getauften und Gefirmten, die mit der genannten „Perspektive 2014“ einhergeht, anzuschließen und an ihrem Ort in der Kirche auch weiterhin auf Gottes Ruf zu hören und ihm zu antworten.

Dabei verschließt er nicht die Augen vor der Wirklichkeit des Schulalltags. In zahlreichen Begegnungen und Gesprächen habe er von den Belastungen des zunehmenden Ganztagsbetriebs erfahren, er wisse um die Qualitätsüberprüfungen und Lernstandskontrollen sowie die andauernden Schulstrukturdebatten; er beobachte mit Sorge die häufig damit einhergehende Marginalisierung des Religionsunterrichts, seine Verlagerung in die Randstunden und den zunehmenden Ausfall von Unterrichtsstunden.

Gleichzeitig sei ihm aber auch bewusst, wie viel an Hoffnung und Zukunft für die Kirche von Paderborn in den Händen und Herzen der Religionspädagogen liege. Ihm sei sehr bewusst, dass sie ihren Dienst im kirchlichen Auftrag auch als Brückenbauer zwischen Schule und Kirche ausüben.

Hier steht der Text des Weihnachtsbriefs als Download zur Verfügung.

 

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