Schule und Erziehung

Schule - ein Ort für den Gottesdienst

Feierliche Überreichung des Vater Unser Feierliche Überreichung des Vater UnserThesen Gottesdienst in der Schule

1. Über den Religionsunterricht hinaus werden vor allem im Gottesdienst menschliche Grunderfahrungen thematisiert und vor Gott zur Sprache gebracht.

Gottesdienste können das im Unterricht Erfahrene (Erlebnis und Reflexion) intensivieren, erweitern und auf einen Transzendenzbezug hin öffnen.

2. Kinder brauchen die Erfahrung des Geheimnisses, die Erfahrung auratischer Räume (vgl. Kirchenraumerfahrung.)

Gottesdienstliche Räume sind immer Räume für Stille und Meditation; sie sind Räume besonderer Würde.

3. Fest und Feier sind Möglichkeiten, kognitiv Erfasstes erlebnishaft - affektiv zu verdichten. So werden Gottesdienste "Feiern der Begegnung mit dem menschenfreundlichen, erbarmenden Gott".

Das Fest des Gottesdienstes: Sich an Gott festmachen.

4. Gottesdienste sind immer auch Einlösung des ganzheitlichen Lernens mit "Kopf, Herz und Hand": "Was wir mit ganzer Seele, mit ganzem Herzen, Mund und Händen verkünden, wird Frucht bringen!" (Longart 1982)

5. Im Gottesdienst sind Schülerinnen und Schüler im besonderen Maße Subjekte: die besondere Gestaltung nimmt Rücksicht auf den (Sprach-) Horizont der Kinder. Gegebenenfalls übernehmen Lehrerinnen und Lehrer Katechesen oder Ansprachen, weil sie den Sprachhorizont der Schülerinnen und Schüler kennen.

6. Gottesdienste sind Erlebnisse der Gemeinschaft im Glauben: "Ein Christ ist kein Christ!" In Schulgottesdiensten erleben sich Kinder in besonderer Weise als Kirche.

7. Gottesdienste wirken in den Alltag: "Ite missa est". Konsequenzen für den (Schul-)Alltag drängen sich auf...

Grundsatzthese:

Der (Schul-)Gottesdienst gelingt umso eher, je intensiver Elemente der Stille, Elemente des gemeinsamen Feierns, liturgische Elemente usw. im Schulalltag erprobt und erfahren werden können.

Gerhard Krombusch

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Erzbistum Paderborn